Veranstaltungen

18.09.2019: 1. Aufführung „Der See“ des Kölner THEATER 1000 HERTZ, 20 Uhr, BIS
19.09.2019: 2. Aufführung „Der See“ des Kölner THEATER 1000 HERTZ, 20 Uhr, BIS
Die Vorstellung am 19.09. ist für Schulklassen (ab 12 Jahre) reserviert. Bei Interesse bitte über unser Kontaktformular anfragen.
20.09.2019: 3. Aufführung „Der See“ des Kölner THEATER 1000 HERTZ, 20 Uhr, BIS, jeweils gefördert durch das Kulturbüro der Stadt Mönchengladbach.
24.09.2019: Natalie Sat „Eine Frage der Zeit?“ Interaktiver Vortrag zu deiner, meiner, unserer Zeit, 19 Uhr
08.10.2019: Konsumgenossenschaft „Vorwärts“, 19 Uhr, BIS
12.11.2019: Marianne Gronemeyer „Vergiss den Planeten – rette den Garten“, 19 Uhr, BIS
10.12.2019: Weihnachtsfeier, 19 Uhr, BIS
11.02.2020: Hans Widmer (P.M.), 19 Uhr, BIS

An jedem 3. Donnerstag im Monat: Strick-Treff. Immer am 3. Do im Monat treffen sich Strickbegeisterte bei der Tante, um sich gegenseitig zu helfen und zu inspirieren. Anfänger/innen und Fortgeschrittene sind herzlich willkommen. 


Aktuelle VERANSTALTUNGEN


18.09./19.09./20.09.2019: Theater „Der See“, THEATER 1000 HERTZ

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Eine Veranstaltung von Eine Erde e.V., gefördert durch das Kulturbüro Mönchengladbach

„Der Aralsee – das blaue Meer, der See Oxiana des Altertums, die Oase Zentralasiens, trocknet aus. Einst so groß wie Irland, hat der See innerhalb weniger Jahrzehnte 90 Prozent seines Volumens verloren. Das daraus entstandene ökologische Desaster gilt als eine der größten, vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen der Welt.

Das THEATER 1000 HERTZ lässt den See in Gestalt der Schauspielerin Sunga Weineck selbst seine Geschichte erzählen. Über die Jahrhunderte beobachtet er, wie sich seine Umgebung verändert, der Mensch immer stärker in diese eingreift und sie letztlich zerstört. Und er erzählt von Raya, Aziza, Lusya und Inabat, deren Schicksal eng mit dem seinen verknüpft ist. „Der See“ stellt die grundlegende Frage, wie wir eigentlich leben wollen – sowohl miteinander als auch auf der begrenzten Ressource Erde.“

Theateraufführung „Der See“ (THEATER 1000 HERTZ):
18.09.2019: 1. Aufführung, 20 Uhr, BIS
19.09.2019: 2. Aufführung, 20 Uhr, BIS 
20.09.2019: 3. Aufführung, 20 Uhr, BIS

Vorverkauf: 7 Euro, Abendkasse: 10 Euro
Kartenvorverkauf: Tante LeMi, Mi 17-20 Uhr, Sa 11-15 Uhr und im BIS – Zentrum 

 


Vergangene Veranstaltungen


 

05.07.2019. Niko Paech. Wege aus der Wachstumsfalle

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Prof. Dr. Niko Paech, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fakultät II, Lehrstuhl für Produktion und Umwelt (PUM) © Kay Michalak / fotoetage

Wachstum, Wachstum, Wachstum! Das ist das wirtschafts- und gesellschaftspolitische Mantra, das unserer Biosphäre seit Jahrzehnten massiv zusetzt. Landschaftszerstörung, Artensterben, Klimawandel – wir brauchen neue Ideen, um einen sozialen und ökologischen Heilungsprozess zu initiieren. Niko Paech hat neue Ideen: Er hat wie niemand sonst den Begriff der Postwachstumsökonomie geprägt. 

„Wege aus der Wachstumsfalle“ – mit diesem Vortrag kommt Niko Paech am 5. Juli nach Mönchengladbach.  Paech zählt zu den renommiertesten Ökonomen in Deutschland. Er war Lehrstuhlinhaber für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg, aktuell forscht und lehrt Paech an der Universität Siegen. Mit seinem Besteller »Befreiung vom Überfluss« hat er eine große gesellschaftliche Debatte über die Schattenseiten der Konsumwirtschaft angestoßen.

Niko Paech, Wege aus der Wachstumsfalle, Fr, 05. Juli 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99


11.06.2019: Warum Superfood nicht super ist!

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Superfood – Wunder-Lebensmittel oder (leeres) Marketing-Versprechen?

Sie heißen Chia, Goji- und Açaí-Beeren. Der Hype ist ungebremst. Kein Wunder, versprechen sie doch, schlank, schön und gesund zugleich zu machen. Doch halten die Produkte das, was ihr Marketing verspricht? Wie sieht es mit den ökologischen Folgen aus? Und was für Auswirkungen hat die vermehrte Nachfrag auf die lokale Bevölkerung? Muss man wirklich in die Ferne schweifen oder gibt es nicht regionale/heimische Alternativen?

Den Versuch einer Antwort versuchen Simone Jansen und Magdalena Schmidramsl.

11.06.2019, Warum Superfood nicht super ist! Dienstag, 11. Juni 2019 im BIS, Bismarkstraße 99


14. Mai: Marina Martin – Grundeinkommen statt Braunkohle

Braunkohleausstieg so schnell wie möglich! – Aber die Arbeitsplätze?! – Es gibt keine Jobs auf einem toten Planeten! – Geht lieber zur Schule/arbeiten, ihr Schmarotzer!

Darauf lässt sich die aktuelle Diskussion um den Braunkohleausstieg meist reduzieren. Sie ist emotional, stark polarisierend, meist auf das Argument der Arbeitsplätze reduziert und wird selten zu Ende geführt. Wie auch? Mit Sicherheit kann niemand sagen, was die Zukunft bringt. Allerdings lassen sich mithilfe von Fakten und sachlichen Argumentationen durchaus sehr wahrscheinliche Szenarien abzeichnen und es wird deutlich, dass Lösungen vorhanden sind. Wir müssen nur wagen neue Wege zu gehen.

Eine mögliche Lösung für den Aspekt der Sozialverträglichkeit, welcher jede weitere Diskussion oft abwürgt bietet die Initiative BGE statt Braunkohle. Die Idee ist simpel: Der Ausstieg aus der Braunkohle soll mit einem ersten Modellprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen verknüpft werden. Statt Konzerne zu subventionieren soll direkt in die Bevölkerung investiert werden um etwas lokal von Unten, durch die Bevölkerung selbst, wachsen zu lassen.

Was hat es mit dem Grundeinkommen auf sich? Was würde es für die Regionen bedeuten? Wie kann es finanziert werden? Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit euch diskutieren und freuen uns auf einen spannenden Austausch.

Weitere Infos unter https://bge-statt-braunkohle.de/

LateNight Kaffeeklatsch: Marina Martin – Grundeinkommen statt Braunkohle
Di., 14. Mai 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99


09. April: Tobi Rosswog – After Work

Jede Woche über 40 Stunden im Büro und montags schon dem Wochenende entgegenfiebern – ein erfülltes Leben sieht anders aus. Doch warum liefern wir uns einem System aus, das uns immer öfter krank macht, unsere Beziehungen belastet und darüber hinaus einen verheerenden Einfluss auf die Umwelt hat?
Nach dem Motto „Sinnvoll tätig sein statt sinnlos schuften“ wird uns Tobi Rosswog, Aktivist und Autor von After Work, Wege aus dem Arbeitsblues zeigen. Ausgehend von Fragen wie „Was brauche ich wirklich?“ und „Was ist mir wichtig?“ stellt er Alternativen vor, vom Jobsharing bis zur Karriereverweigerung, vom Arbeiten im Kollektiv ohne Chef bis zum Grundeinkommen. Die Alternativen für eine Post-Work-Gesellschaft sind da, man muss sie nur wagen!
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Transition Town Mönchengladbach.

LateNight Kaffeeklatsch: Tobi Rosswog – After Work
Di., 09. April 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99


12. März: Wo die wilden Würmer wohnen – Kompostieren mit der Wurmkiste

Du hast keinen Garten. Keinen oder einen kleinen Balkon. Und kannst deshalb nicht kompostieren? Du kaufst Blumenerde in Plastik verpackt? Das muss nicht so sein! Du brauchst nur eine Wurmkiste, mit der gelingt die eigene Kompostherstellung einfach sowie geruchsfrei in der Wohnung oder auf dem Balkon. Am 12. März wird uns Jörg Rheingans von seinen vielfältigen Erfahrungen mit der Wurmkiste (selbstgebaut/fertiges System) berichten und der Frage nachgehen: Wer zieht ein? Sind Würmer Kaffee- und Teeliebhaber? Welche Temperaturen mögen sie?

Di., 12. März 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99


19.02.2019: Do-it-together-Workshop – Tetrapack trifft Kleingeld – Portemonnaies aus Tetrapacks

Du konsumierst manchmal doch Getränke aus Tetrapacks? Dann hast du ab jetzt auch eine Verwendung für die leere Verpackung. Denn nichts ist einfacher, als mit ein paar Handgriffen schicke Portemonnaies aus Tetrapacks zu basteln. Und zusammen macht es bekanntlich mehr Spaß. Einen Teil der Portemonnaies basteln wir für uns, den Rest verteilen wir gegen Spende bei der Tante, um mit dem Erlös den Widerstand im Hambacher Forst zu unterstützen. Bitte bringe leere und gewaschene Tetrapacks (falls du welche hast) und eine Schere/Cutter mit.

Wir bitten um Anmeldung, da der Platz begrenzt ist.

Di., 19. Februar, ab 19 Uhr (Teilnahme kostenfrei)

bei Tante LeMi im Ladenlokal, Gasthausstr. 68-70


12.02.2019: Bio vs. konventionell – ein freundliches Streitgespräch unter Landwirten, BIS, 19 Uhr

Das Höfesterben ist in vollem Gange. So ging die Zahl kleiner Bauernbetriebe von 1971 bis 2013 zugunsten von Großbetrieben um knapp ein Drittel zurück. Dieser Strukturwandel schreitet auch hierzulande dramatisch voran. Denn seit Mechanisierung und Chemisierung der Landwirtschaft bestimmt die Produktivitätssteigerung den Wettbewerb und die Existenz der meisten Bauern, zwingt viele zur Aufgabe. Und so gilt die intensive Landwirtschaft heute als einer der größten Klimatreiber.

Am 12. Februar treffen sich beim LateNight Kaffeeklatsch zwei Bio-Landwirte und zwei konventionelle Landwirte aus unserer Region zu einem freundlichen Streitgespräch zum Thema „Bio vs. konventionell“.

LateNight Kaffeeklatsch „Bio vs. konventionell – ein freundliches Streitgespräch unter Landwirten“ mit Joachim Kamphausen (Lenßenhof, Odenkrichen), Peter Zens (Schauhof, Willich), Raimund Meyer (Loosenhof, Kaarst), Johannes Küppers (Küppershof, Kaarst)
Di., 12. Februar 2019, um 19 Uhr im BIS, Bismarckstraße 97-99


02.02.2019: Hans-Christian Dany: MA-1, Mode und Uniform, 19 Uhr, Köntges

»Ich mag Mode. Was sollte ich anderes tun, als die Widersprüche der Gegenwart zu lieben?«

Bomberjacken, Jogginghosen, Tarnfleck. Supreme, Yeezys, Off White, Vetements – was das Rampenlicht einer Mode durchlaufen hat, verschwindet im Dunkel, wird entwertet und vergessen. Doch die Bewegungen der Mode bringen Menschen zusammen, formen Gemeinschaften, trennen sie wieder. Sie zerstören jede Ordnung und bauen sie wieder auf, sie sind schön und hässlich, kommen kapitalistisch daher, gleichzeitig spukt in ihnen der Aufstand. Und weil Mode uns so hautnah kommt, während unsere Körper in ihre Hüllen schlüpfen, erscheint die polyamouröse Affäre mit ihr wie ein andauernder Ausnahmezustand.

»MA-1« ist ein heiterer Spaziergang an den Rändern der Geschichte der gleichnamigen Bomberjacke zwischen Krieg, Subkultur und Mode: Über eine Uniformjacke, die nie endgültig von gestern ist, und über die Rolle dieser Mode ohne Ende in einer neuen Form des Krieges, einer Militarisierung des Zivilen und einer »Zivilisierung« des Militärischen. Und was passiert, wenn ein Roboter an die Stelle des Bomberpiloten getreten ist.

Eine Veranstaltung des Köntges in Kooperation mit Eine Erde e.V.


17.01.2019: Aktivist*innen aus dem Hambacher Forst laden ein. Chapeau Kultur, 19 Uhr

Bild könnte enthalten: Baum, Himmel, Pflanze, im Freien und Natur

Es wird um die Geschichten der Besetzung des Hambacher Forstes gehen und darum die Geschichte selbst zu schreiben.
Die Veranstaltung möchte Impulse geben für einen Organisationsprozess einer vielfältigen Bewegung für Klimagerechtigkeit und zur Erhaltung und Gestaltung einer lebenswerten Erde.
Gemeinsam möchten wir Alternativen finden der Klimakatastrophe entgegen zu wirken, den es es zwingend notwendig zu handeln. Die Zukunft beginnt jetzt, kommt zahlreich.
Eine Veranstaltung des Kulturkam e.V. in Kooperation mit Eine Erde e.V


14.01.2019: Do-it-together-Workshop – Badekugeln selber machen, 18:30 Uhr, Tante LeMi

Lass es prickeln! Der Winter nimmt ja meist im Januar erst so richtig Fahrt auf, da ist ein sprudelndes Bad einfach wohltuend. Besonders schön ist es, wenn man weiß, was im eigenen Badezusatz alles drin steckt und kaum Verpackungsmüll anfällt. Oder? Also machen wir ihn – ganz im Sinne der Tante – doch einfach selbst! Einen Teil der Kugeln bringen wir in unseren eigenen Wannen zum Sprudeln, den Rest verteilen wir gegen Spende bei der Tante, um mit dem Erlös den Widerstand im Hambacher Forst zu unterstützen.

Bitte melde dich verbindlich an, da der Platz begrenzt ist: https://tantelemi.wordpress.com/kontakt/


08.01.2019: Friederike Habermann: Ausgetauscht! Warum gutes Leben für alle tauschlogikfrei sein muss; BIS, 19 Uhr

Die Berliner Autorin und BUKO-Aktivistin argumentiert gegen die Illusion, Marktstrukturen könnten vom Kapitalismus bereinigt und demokratisch reguliert werden als auch gegen die Annahme, es komme ausschließlich auf die Eigentumsverhältnisse bei den Produktionsmitteln an – denn äquivalenter Tausch ist immer auch Geld und erzeugt immer einen Markt.

Tausch bringt aber immer nicht nur ’strukturellen Hass‘ (durch Entfremdung, Leistungsdruck etc.) mit sich, sondern zwingt ebenso strukturell zur Vernutzung von un- und unterbezahlten Elementen wie Natur, Sorgetätigkeiten und im globalen Nord-/Süd-Verhältnis. Wobei das Einbeziehen dieser Bereiche in die Tauschlogik (z.B. durch Finanzialisierung, Lohn für Hausarbeit etc.) bekanntermaßen nicht zu einer emanzipatorischen Lösung führt, sondern den Prozess nur beschleunigt.

Ausgehend von viel diskutierten Ansätzen wie der Resonanz von Hartmut Rosa oder der Externalisierungsgesellschaft von Stephan Lessenich sieht Habermann einen analytischen Bruch, solange nicht die Aufhebung von Tausch angestrebt wird. Das ist nicht naiv, sondern konsequent weitergedacht – wie vor ihr von vor allem feministischen Denker*innen gezeigt. Dafür greift Habermann den in einer jungen Bewegung benutzten Begriff „tauschlogikfrei“ auf.


27.11.2018: Wir nähen wiederverwendbare Abschminkpads, 18:30 Uhr , Tante Lemi

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In diesem Workshop werden wir gemeinsam Abschminkpads nähen. Deren Verwendung spart nicht nur Ressourcen und vermeidet Abfall, sondern sieht einfach viel schicker aus. Die Tante hat schließlich Stil! Einen Teil der Produktion stellen wir danach Tante Lemi zur Verfügung, mit dem Rest geht es an die eigene Wimperntusche.

Bringe bitte, wenn du hast, alte Hemden, Bettwäsche, Frottee-Handtücher, Stoffrest, Schere sowie Nähgarn mit. Achja, Nähkenntnisse sind nicht erforderlich.

Di., 27. November 2018 ab 18:30 Uhr bei Tante Lemi, Gasthausstr. 68 – 70


28.11.2018: Jörg Bergstedt  – Macht macht Umwelt kaputt, 19 Uhr , Köntges

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Herrschaft bedeutet die Möglichkeit, Abläufe und Verhältnisse so regeln zu können, dass andere die negativen Folgen erleiden müssen. Umweltzerstörung basiert regelmäßig auf diesem Prinzip: Industrie und ihre Staaten graben in armen Regionen nach Energiequellen und Rohstoffen, transportieren schiffeweise Nahrungsmittel oder Holz zu sich und kippen den Müll wieder in die Peripherien zurück. Die Natur zählt nichts, weil die Menschen in ihr still sind oder still gehalten werden. Wer Umwelt dauerhaft schützen will, muss daher die Machtfrage stellen.
Nach Jörg Bergstedt, Umweltaktivist und Autor, braucht es eine Umweltschutzstrategie, die die Menschen ermächtigt, ihr Leben wieder selbst zu organisieren – ohne Hierarchien und Privilegien. Nur ein Umweltschutz von unten ist grundlegend und dauerhaft wirksam.
Vortrag „Macht macht Umwelt kaputt“ mit Jörg Bergstedt, Eintritt frei
Mi., 28. November 2018, um 19 Uhr im Köntges, Waldhausener Str. 16


13.11.2018: Niels Boeing – Alles auf Null, 19 Uhr , BIS

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Ein neuer Kampf in den Städten, um die Städte ist entbrannt. In Athen, Istanbul, Rio, New York, London, Hamburg und andernorts wehren sich Menschen immer vehementer gegen die neoliberale Zurichtung der Städte.
„Alles auf Null“ fordert Niels Boeing. Der Schriftsteller, Journalist und Aktivist im Hamburger Netzwerk „Recht auf Stadt“ präsentiert in seiner Leseperformance eine „Gebrauchsanweisung für die Wirklichkeit“. Es sollen Spielräume und Kampfzonen freigelegt werden, die auf dem Weg aus dem Kapitalismus zu durchqueren sind. Dafür hat Niels ein Megaphon, eine Klingel und einen sehr dicken Ghettoblaster. All das ist bisweilen laut – und immer klug!


20.10.2018: Ein Plädoyer für offene Liebe – eine Einführung in die Polyamorie, Hanna Parnow, 19 Uhr, Köntges

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Eine Kooperationsveranstaltung von Tante LeMi und dem Polyamorie Stammtisch Mönchengladbach.

Mono oder Poly, freie Liebe, offene Beziehung oder Beziehungsanarchie?
Will ich so leben und lieben, wie meine Eltern es mir vorgelebt haben oder ganz anders?
Nichts fragen, nichts erfahren, nichts erzählen (Don´t ask, don´t tell) oder ein Frühstück zu dritt, sich der Eifersucht stellen und den/die andere*n kennenlernen?
„Ich finde das ja irgendwie interessant und wünsche mir mehr Freiheit. Aber ich habe auch eine Scheißangst, dir dieselbe Freiheit zuzugestehen; ich glaube, das kann ich nicht?“

Puh…viele Fragen, wichtige Fragen. Da knotet sich doch gerne mal spontan der Magen zusammen und alles wird eng. Aber irgendwie kribbelt es auch genau dort und in meinem Schoß. Die Neugier siegt und ich weiß, mein Herz muss einfach einen Weg finden, sich wahrhaftig auszudrücken.
„Verdammt, ich will meine innerste Wahrheit sprechen können und mich dabei wirkmächtig fühlen und nicht ohnmächtig und flau, wie ein kalter Teebeutel. Ich will dich lieben und dich und dich und mich auch. Und ich will, dass das okay sein darf. Und ich will dir vertrauen, anstatt an dir zu klammern und dir deine Freiheit abzuerkennen und deine Liebe zu mir in Frage zu stellen. Und was heißt überhaupt Treue in dem Kontext?“

Puh. Atmen. Du bist nicht allein damit. Und du musst es auch nicht können, besser wissen oder besser handeln können. Wenn du dich mit alternativen Liebes- und Beziehungsformen auseinandersetzt, wenn du frei, offenherzig lieben und ehrlich begehren willst, wenn du eine Sprache suchst, die dein Herz versteht. Oder wenn du einfach mal herausfinden willst, was es mit diesem Polyamorie-Ding auf sich hat. Oder wenn du herausfinden willst, warum es Sinn ergibt, sich bewusst zu entscheiden, zu wem, und wie man „Ja“ zu einem Menschen oder einer Begegnung sagt und an welche Bedingungen dieses „Ja“ geknüpft ist, dann bist du goldrichtig in unserer Mitte. Genau darüber reden wir miteinander im Köntges in Mönchengladbach. Also komm vorbei, wie du bist. Mit deinen Fragen und deinen offenen Ohren und Herzen.

Hanna Blume und Markus Schladitz werden etwas über Polyamorie und verwandte Lebens-Konzepte erzählen, sie werden über ihre eigene Lebensrealität reden und dabei kräftig und nachhaltig aus dem Nähkästchen plaudern. Und mit viel Neugier und mit einem Schmunzeln geht es liebevoll und angstfrei ans Eingemachte und du kannst endlich mal all die Fragen loswerden, die schon so lange auf der Seele brennen.

Also, wenn dich das jetzt so richtig interessiert, dass mit dieser Polyamorie, dann mach dir einen Knoten in dein Taschentuch, buch dein Zugticket nach Mönchengladbach, flick deinen Fahrradreifen, putz dich schön raus und komm rum.

Wir, das Liebes.team laden dich herzlich ein!

Love,
Hanna und Markus aka das Liebes.team

Weitere Infos auf www.liebes.team


09.10.2018: Weinverkostung in Kooperation mit Weingut Sander, 19 Uhr, BIS

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Ein Hauch von schwarzer Johannesbeere oder vielleicht doch ein feines Kirscharoma, das auf eine Anisnote trifft?! Bei unserer Weinverköstigung am 09. Oktober in Kooperation mit dem Öko-Weingut Sander wollen wir diesen Fragen auf den Grund gehen. Unter Anleitung eines Weinprofis werden wir uns durch ausgewählte Bio-Weine probieren und gemeinsam feine Fruchtaromen erschmecken. Riecht, schlürft und schmeckt mit bei unserer Weinverköstigung am 9. Oktober im BIS.

Sander Weine ist Deutschlands ältester Öko-Winzerbetrieb. Seit drei Generationen werden bei Sander in Rheinhessen Weine aus naturnahem Bio-Weinbau hergestellt.

Weinverköstigung, Unkostenbeitrag: 5 €
LateNight Kaffeeklatsch / Dienstag, 09. Oktober 2018, um 19 Uhr
im BIS, Bismarckstraße 97-99


05.10.2018: Ulla Lenze: Five Star Slum – Leben vom Müll. (Lesung), 19 Uhr, Köntges

Ulla Lenze © Julien Menand(1)

Immer wieder besuchte die Schriftstellerin Ulla Lenze Indien. Ein Land, in der es Menschen gibt, die in und vom Müll leben. Dharavi, ein Mega-Slum im Mumbai, gilt als der größte Slum Asiens.
In „Die endlose Stadt“, Lenzes jüngstem Roman, finden sich im „schwebenden Ton einer sinnlos schönen Poesie“ (Frankfurter Rundschau) Passagen, die sich literarisch dem Thema Müll nähern.

Ulla Lenze, geboren 1973 in Mönchengladbach, studierte Musik und Philosophie in Köln und lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman „Schwester und Bruder“ (2003) wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ernst Willner-Preis beim Bachmannwettbewerb und dem Jürgen Ponto-Preis. Zuletzt erschienen die Romane „Der kleine Rest des Todes“ (2012) und „Die endlose Stadt“ (2015). Sie war Writer-in-Residence in Mumbai, Istanbul und Venedig. Lesereisen führten sie u.a. nach Nordafrika, Iran und Irak und auf Delegationsreise mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Neu-Delhi. Beiträge für Deutschlandradio Kultur und literarische Reisereportagen für DIE ZEIT, NZZ, FAZ und taz. Für ihr Gesamtwerk wurde sie 2016 mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.


11.09.2018: Transition Town, Vorstellung der Initiativen MG/Neuss/Korschenbroich, 19 Uhr, BIS

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Seit 2006 gestalten weltweit in vielen Städten und Gemeinden Transition Town-Initiativen den geplanten Übergang in eine postfossile und relokalisierte Wirtschaft. Auch Neuss und Mönchengladbach sind solche „Städte im Wandel“. Seit 2015 setzt sich gerade in Neuss eine aktive Gruppe für einen verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und ein zukunftsorientertes Zusammenleben mit Gemeinschaftssinn ein – mit Aktivitäten wie Urban Gardening, Repair Cafés, Pflückgemeinschaften, Tauschbörsen, mit Upcycling Workshops, nachhaltigen Energienutzungen und vielem mehr. Klingt spannend, finden wir und freuen uns, dass sich die Initiativen Transition Town Neuss und Mönchengladbach beim LateNight Kaffeeklatsch am 11. September vorstellen.

Komm vorbei und klön mit uns!

Vorstellung von Transition Town Neuss und Mönchengladbach
LateNight Kaffeeklatsch / Dienstag, 11. September 2018, um 19 Uhr
im BIS, Bismarckstraße 97-99


Montag, 20. August, 14 – 18 Uhr, Köntges
Jörg Bergstedt (3): Ein Workshop zu Selbstorganisierung

Schule, Ausbildung, Arbeit/Familie, Rente, Tod? Geht das auch anders?
Ein Workshop zu Selbstorganisierung in Alltag und Politik

So viele träumen von einem „anderen Leben“, aber nur wenige probieren es, noch wenige schaffen es, tatsächlich einen Weg raus aus den ewigen Zwängen zu finden. Woran liegt das? Was bringt fast alle Menschen dazu, tote Fische im Strom zu sein? Wo wären die Auswege? Wir wollen über die Grundideen der Selbstorganisierung sprechen, aber auch über die praktischen Möglichkeiten – von Containern über Trampen bis zur Aneignung von Wohnraum, Produktionsstätten, dem Aufbau von Selbstversorgung und mehr. Für Eure Fragen soll Platz sein – und für Eure Anregungen und Ideen!
Ein Workshop für alle, die nicht einsteigen wollen in die kapitalistische Normalität – und für die, die aus ihrem Traum vom Ausstieg vielleicht doch Wirklichkeit werden lassen wollen.
www.alltagsalternativen.tk


Montag, 20. August, 19:30 – 21 Uhr, Köntges
Jörg Bergstdt (4): Den Kopf entlasten: Kritik an vereinfachten Welterklärungen

„Monsanto ist schuld … Nein, die Bilderberger … Quatsch, das Finanzkapital macht alles kaputt … Hinter allem stecken zwei Bankierfamilien … Europa wird immer mehr amerikanisiert … Geht doch gar nicht, weil die BRD ohnehin von den USA besetzt ist … oder gar nicht existiert … zumindest sollen die vielen Flüchtlinge Deutschland kaputt machen, das ist alles geplant …“
So oder ähnlich erklären Reichsbürger, Chemtrailsgläubige, AfD, USA- und Israelhasser die Ursachen empfundener Missstände. Was sie gemeinsam haben: Sie vereinfachen, verkürzen komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wandeln sie Ohnmacht oder Empörung in billige Zustimmung. Mit plumpen Feindbilder und verkürzten Ursache-Wirkungsketten stacheln viele zum Hass gegen unerwünschte Bevölkerungsgruppen, denen die Schuld für das Böse auf der Welt zugeschoben wird – der Antisemitismus ist nur ein Beispiel dafür, welche Folgen das haben kann.
Der Referent hat sich einige Zeit in solchen Gruppen umgeschaut. Er benennt Prinzipien vereinfachter Welterklärungen und stellt Beispiele vor, über die jeweils auch kurze Debatten möglich sind. Den Abschluss bilden praktische Tipps für skeptisches Denken. Infoseite: www.kopfentlastung.tk


Sonntag, 19. August, 17 – 21 Uhr, Köntges
Jörg Bergstedt (2): Politische Kultur – Hirnstupser hoch 3
Nachdenken und Anregen bei drei Lesungen aus drei Romanen

Ein kultureller Höhenflug: Nacheinander werden Passagen aus den Romanen des SeitenHieb-Verlag vorgetragen – als den wunderschönen Parabeln zu den Herrschaftsverhältnissen der Welt in „Die Aliens sind unter uns“, dann aus den spannenden Erzählungen über den kreativen Kampf gegen eine asoziale Technik in „Hinter den Laboren“ und schließlich aus den nachdenklichen Begegnungen lebensmüder Menschen in „Suizidalien“. Zwischen den jeweils ca. halbstündigen Lesungen gibt es Platz für Gespräche, kleine künstlerische Beiträge und ein gutes Essen.


Donnerstag, 16. August 2018, 17 – 20 Uhr, Ladenlokal
Jörg Bergstadt (1): Ideen für eine Zukunft ohne Autos: Nulltarif, Fahrradstraßen und Verkehrswendeaktionen

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Die platz-, sprit- und rohstofffressenden Stinker mit Steuermilliarden nochmal umrüsten, damit Autokonzerne und Bestattungsunternehmen weiter verdienen können? Radler*innen auf holperige Schmalspuren am Gehwegrand verbannen oder ihnen nagelneue Pisten in die Landschaft betonieren? Das kann es ja wohl nicht sein. Das Land braucht eine echte Verkehrswende. Beton- und Asphaltfläche sind genug da, sie müssen umgenutzt und der Autoverkehr dafür zurückgedrängt werden. Wichtigste Bausteine sind Fahrradstraßen und ein fahrscheinloser öffentlicher Verkehr. Denn der verbindet die ökologische Verkehrswende mit sozialer Gerechtigkeit – eine seltene Kombination, war Umweltpolitik doch bisher meist Politik für Reiche.
Dieser Workshop zeigt die Möglichkeiten einer Verkehrswende – und viele Aktionsideen, sie durchzusetzen. Er beginnt mit einem Kurzfilm über Städte, in denen der Nulltarif schon funktioniert. Dazu gibt es Infos über Wirkung und Finanzierung. Danach geht es um Aktionen, die den nötigen politischen Druck erzeugen, vom Aktionsschwarzfahren über Kommunikationsguerilla und Fahrradaktionen bis zu großen Kampagnen z.B. um ausgewählte Städte mal einen Tag autofrei zu blockieren.
Mit anschließender Übungs-Aktionsschwarzfahrt!
www.verkehrswende.tk


Dienstag, 14. August, 19 – 21 Uhr, BIS
Das Mietshäuser Syndikat

In den vergangenen 25 Jahren ist ein Anstieg der Mieten um etwa 62 Prozent zu verzeichnen. Gleichlaufend hat sich das durchschnittliche Haushaltseinkommen um lediglich 46 Prozent erhöht. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum steigt und zugleich wittern internationale Immobilien-Heuschrecken das große Geschäft. Die Folgen: Einkommensschwache Bewohnergruppen werden aus ihren Quartieren verdrängt, Städte gespalten und in ihrem sozialen Frieden gefährdet.

Das Mietshäuser Syndikat will hier gegensteuern und langfristig bezahlbare Wohnungen sowie Raum für Initiativen schaffen. Nach welchem Modell das Mietshäuser Syndikat arbeitet und wie dieses in der Praxis funktioniert, das erzählen uns Sri Hartini Santo und Anja Krause von Stadtteilleben Hannover.

Vortrag mit Sri Hartini Santo und Anja Krause von Stadtteilleben Hannover
LateNight Kaffeeklatsch / Dienstag, 14. August 2018 um 19 Uhr

BIS, Zentrum für offene Kulturarbeit, Bismarckstr. 97-99


Freitag, 28. Juni 2018, 19 – 21 Uhr, VHS Mönchengladbach
Simone Jansen: Den ökologischen Schweinehund überwinden

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Zu Land, zu Wasser und in der Luft häufen sich die Probleme. Nach einer blitzlichtartigen Momentaufnahme liegt das Handeln nahe. Wir möchten ja auch, aber…! Der ökologische Schweinehund ist träge. Mit Blick auf psychologische Modelle entschlüsseln wir, welche Faktoren uns die Umsetzung des gewünschten Verhaltens erleichtern und welche es erschweren.
Kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.
Leitung: Simone Jansen
Fr, 28.06.2018; 19.00-20.30 Uhr
MG, VHS am Sonnenhausplatz, Lüpertzender Str. 85
gebührenfrei, 2 Ustd.
71C9010F


Mittwoch, 13. Juni 2018, 19 – 21 Uhr, Köntges
Stadtbahn MG – Elektromobilität für Alle

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Mönchengladbach ist die drittgrößte deutsche Großstadt ohne leistungsfähigen, schienengebundenen Nahverkehr. Das traurige Ergebnis: 62 Prozent aller Wege werden mit dem Auto zurückgelegt. Ein besorgniserregender Spitzenwert in Deutschland.
Wie bekommen wir die sanfte, sozial verträgliche und platzsparende Elektromobilität für Alle wieder nach Mönchengladbach? Hat der Neubau eines modernen Schienenverkehrs die Chance, Symbol des Aufbruchs einer sich wandelnden Stadt zu werden?
Dazu wollen wir uns im schönen Köntges erste Gedanken machen.


Samstag, 05. Mai 2018, 19 – 21 Uhr, BIS
PD Dr. Markus Wirtz: „200 Jahre: Karl Marx und die unvollendbare Dynamik der kapitalistischen Revolution“

 

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Die Stimmen, welche die Philosophie von Karl Marx nach dem Ende des Ost-West-Konflikts vorschnell für tot erklärt hatten, sind längst verstummt. Sätze wie der folgende aus Marx‘ monumentalem Hauptwerk Das Kapital haben auch 150 Jahre nach ihrer Niederschrift nichts von ihrer Aktualität verloren: „Die Kreisläufe der individuellen Kapitalien verschlingen sich (…) in einander, setzen einander voraus und bedingen einander und bilden grade in dieser Verschlingung die Bewegung des gesellschaftlichen Gesamtkapitals.“ (MEGA Bd. 11, Berlin 2008, S. 342.)

Spätestens die Finanzkrise vor 10 Jahren hat vor Augen geführt, dass wir in einer Zeit des entfesselten globalen Kapitalismus leben, dessen Eruptionen die kühnsten Voraussagen der marxistischen Theoretiker noch übertreffen. Der 200. Geburtstag von Karl Marx lädt dazu ein, uns mit dem Dilemma zu konfrontieren, in dem wir uns als werktätige Insassen der kapitalistischen Blindflugrakete befinden: Es gibt bis heute keine bessere Analyse des Kapitalismus als die von Marx vorgelegte, aber zugleich war Marx – bei aller analytischen Brillanz und geschichtsphilosophischen Prognosekompetenz – ganz ein Kind seiner Zeit, der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts. Den revolutionären Schub, den der Kapitalismus durch die Digitalisierung erhalten hat, konnte Marx beim besten Willen nicht vorhersehen. Daher gilt es heute, eine Relektüre der Marxschen Philosophie vorzunehmen, die deren kontextbedingte Grenzen berücksichtigt, vor allem aber die von Marx analysierte Umwälzung der Lebensverhältnisse auf die revolutionäre Dynamik des Kapitalismus selbst bezieht. Denn erst in seiner Unvollendbarkeit ist dieser wahrhaft vollendet.


Dienstag, 10. April 2018, 19 – 22 Uhr, BIS
Lutz Größel:  „Von den anfängen der Bio-Bewegung“

 

Am 10. April freut sich der LateNight Kaffeeklatsch auf einen Vortrag mit Lutz Größel. Seit 1982 im Bioladen der Familie Größel aktiv, stieg er im Jahr 1994 in das Familienunternehmen Naturata ein. Heute ist Lutz Größel Inhaber der Naturata Lutz Größel KG und Geschäftsführender Gesellschafter der Naturata GmbH. Sein Interesse gilt Themen wie assoziativem Wirtschaften, sozialem Miteinander und Eigentumsfragen.

Für uns wird Lutz Größel aus dem Nähkästchen der Bio-Szene plaudern. Wie hat sich die Bio-Bewegung seit ihren Anfängen in den 70er Jahren entwickelt? Die Aktivitäten von Tante LeMi sieht Lutz Größel aus Perspektive eines Händlers kritisch und fragt sich: An welcher Stelle der Gesellschaft ist ehrenamtliches Engagement richtig und wichtig und wo könnten die Grenzen liegen? Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion.


Dienstag, 13. FebRuar 2018, 19 – 22 Uhr, BIS
Marina Martin: „Das bedingungslose Grundeinkommen“

 

Was wäre, wenn dein Einkommen gesichert wäre?

Arbeit macht krank. Arbeitslosigkeit macht noch kränker. So könnte der aktuelle Erkenntnisstand der Gesundheitswissenschaften provokant und stark vereinfacht ausgedrückt werden. Doch welche Faktoren spielen dabei eine Rolle und wie wirkt sich die Sozialpolitik auf die Gesundheit der Menschen aus?

Marina Martin, die ihre Abschlussarbeit über ein bedingungsloses Grundeinkommen und mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen geschrieben hat, stellt am 13. Februar ihre Ergebnisse vor.

Um der Frage nachzugehen, welche Folgen ein bedingungsloses Grundeinkommen haben kann, sollen zuerst unterschiedliche Modelle skizziert und anschließend bisherige Experimente und Studienergebnisse vorgestellt werden.

Im Anschluss freuen wir uns auf eine spannende Diskussion mit euch.


Mittwoch, 07. Februar 2018, 19 Uhr, Kleingartenanlage Pesch e.V.

Saatguttauschbörse in Kooperation mit dem Kleingartenverein Pesch 

Einfach Saatgut mitbringen und Überschüsse gegen anderes tauschen. Aber auch gerne ohne Saatgut kommen.

Veranstaltungsort: Kleingartenanlage Pesch, Reyerstr. 69, 41065 Mönchengladbach. Treffpunkt: Vereinsheim.


Dienstag, 09. Januar 2018, 19 – 22 Uhr, Bis
Marion Grande: „SOLAWI EICKEN – SO GEHT ES WEITER“

Neues Feld, neues Glück! Am 09. Januar 2018 wird uns Marion Grande, Gemüsegärtnermeisterin der Solidarischen Landwirtschaft Eicken e.V., von den Plänen der Solawi für das kommende Jahr berichten. Seid gespannt, es gibt großartige Neuigkeiten! Neugierig? Dann kommt am 09. Januar 2018 ins BIS, Zentrum für offene Kulturarbeit, Bismarckstr. 97-99, Mönchengladbach.


Dienstag, 12. Dezember 2017, 19 – 22 Uhr, BIS
Mitgliederversammlung / Weihnachtsfeier

Eine Erde e.V. lädt herzlich ein zur weihnachtlichen Mitgliedsversammlung am 12. Dezember 2017 im BIS. In gemütlicher Runde wollen wir auf ein tolles vergangenes Jahr anstoßen und im offiziellen Teil die Einführung eines Mitgliedsbeitrags für Eine Erde e.V. diskutieren und entscheiden. Ganz konkret: Ein geringer jährlicher Mitgliedsbeitrag (ab 6 € / Jahr) soll die Finanzierung einer Haftpflichtversicherung möglich machen.


Sonntag, 05. November 2017, 14 – 18 Uhr, Jüchen
Kräuterwanderung und -verkostung

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Selbst in die Natur zu ziehen, um Kräuter zu bestimmen, Früchte zu sammeln und daraus etwas Leckeres zu zaubern, das hat Tante LeMi schon immer begeistert. Mit der Kräuterfachfrau Ingrid Paulußen machen wir uns deshalb am 05. November im herbstlichen Jüchen-Hochneukirch auf zu naturbelassenen Flecken. Nach Bestimmen und Sammeln geht es in die große Küche der Kräuterhexe, wo wir unsere gesammelten Wildkräuter und Beeren zubereiten und verkosten wollen. Ein Naturgenuss wird das – und zwar für alle Sinne.

Sichert euch schnellstmöglich einen Platz! Kosten: 38 € / Teilnehmer inkl. Lebensmittelumlage und Skript. Anmeldung zwingend erforderlich über unser Kontaktformular auf dieser Webseite.
Seminarleitung: Ingrid Paulußen, zert. Kräuterfachfrau


Sonntag, 17. September 2017, 10 – 18 Uhr, BIS
Hanna Parnow: Gewaltfreie Kommunikation

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Gewaltfreie Kommunikation soll es Menschen ermöglichen, so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss zu mehr Vertrauen und Freude am Leben führt. GFK kann in diesem Sinne sowohl bei der Alltagskommunikation als auch bei der friedlichen Konfliktlösung hilfreich sein. Sie dient der eigenen Selbstklärung und der Unterstützung anderer bei der Klärung innerer Konflikte. Im Vordergrund steht, eine wertschätzende Beziehung zu entwickeln, die langfristig mehr Kooperation und gemeinsame Kreativität im Zusammenleben ermöglicht.

Sichert euch schnellstmöglich einen der 15 Plätze!
Kosten: 75 € / Teilnehmer inkl. kleiner Mahlzeit und Getränken. Anmeldung zwingend erforderlich über unser Kontaktformular auf dieser Webseite. Seminarleitung: Hanna Parnow (http://hanna-parnow.de/)


Dienstag, 12. September 2017, 19 – 22 Uhr, BIS
Sabine Mund: Permakultur in Mönchengladbach

Was ist eigentlich Permakultur? Woran erkenne ich diese Art der Landnutzung und Lebensweise? Wie kann ich bereits ab morgen mit Permakultur beginnen? Ob bereits aktiv oder Anfänger. Komm vorbei und klön mit uns.
Sabine Mund ist Permakultur Designerin i. A. und seit 2015 für die Idee Permakultur aktiv. In Zusammenarbeit mit der Permakultur Akademie Deutschland und mit Eine Erde e. V. sieht sie ihre Aufgabe darin, Menschen für die Permakultur zu begeistern und zu vernetzen.

Eintritt kostenfrei.


Dienstag, 11. Juli, 19 – 22 Uhr, BIS
Jörg Bergstedt: „Konsumkritik-Kritik“


Überall dröhnt die Werbung: Ändere Dein Leben und Du änderst die Welt! Nachfrage regelt das Angebot! Ethische Geldanlagen, Kaufen mit gutem Gewissen usw. Warum aber wird die Welt nicht besser, sondern nur der Bio-, Fahrrad- und Solarladen zu einem Kommerztempel? Der Vortrag widerlegt die These von der großen Verbraucher_innenmacht und zeigt, dass die Selbstreduzierung auf’s Dasein als Konsument_in vor allem denen dient, die nichts als Profit im Sinn haben. Für Mensch und Umwelt aber geht es um mehr als sich mit der Rolle des Bezahlenden im Kapitalismus zufrieden zu geben.

Der Referent, Jörg Bergstedt, ist Autor zahlreicher Ökologiebücher (z.B. „Monsanto auf Deutsch“) und des Büchleins „Konsumkritik-Kritik“. Infoseite: www.konsumkritik-kritik.tk


Freitag, 26. Mai, 18 – 23 uhr, BIS
Niko Paech: Einladung zur Produktivitätsverweigerung
Im Anschluss Anderland (Konzert)

DEUTSCHLAND, OLDENBURG, 01.11.2013: apl Prof. Dr. Niko Paech, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fakultät II, Lehrstuhl für Produktion und Umwelt (PUM)
© Kay Michalak / fotoetage

Freitag, 19. Mai, 19 – 20.30, VHS, Lüpertzender Str. 85
Solidarische Landwirtschaft – Sola…wie?

Das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft wird vorgestellt sowie der konkrete Aufbau eines Solawi-Projektes in Schwalmtal-Eicken aufgezeigt. Bei einer Solawi teilen sich Erzeuger und Verbraucher die Ernte, das Risiko und die Verantwortung für die angebauten Lebensmittel. Dadurch verlieren diese ihren Preis und erhalten ihren Wert zurück.

Kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten (171C9040F).
Kursleitung: Marion Grande


Freitag, 12. Mai, 19 – 20.30 Uhr, VHS, Lüpertzender Str. 85
Wegwerfen als Arbeit am Ich. Das Phänomen Müll.

Müll ist ein vergleichsweise neues Phänomen. Obschon die Archäologie Scherben und nicht mehr Brauchbares kennt, war die gesamte Verstoffwechslung der Gesellschaft durch nahezu geschlossene Stoffkreisläufe gekennzeichnet. Erst konsumtive Weltbegegnung brachte eine lineare Funktion in den Umgang mit Dinglichem, weg von Zyklen, Kreisläufen, hin zum Aufbrauchen, Erschöpfen, Verzehren, Vernichten – dies ist die lateinische Bedeutung von „consumere“. Im Konsum liegt also der Schwerpunkt auf das Vernichten, auf das Ende der Gegenstände gerichtet. Wir werden uns dem Phänomen des Mülls zunächst auf philosophischer und literarischer Weise nähern. Im Praxisteil werden wir achtsam Müll produzieren und ein betreutes Wegschmeißen wagen.

Kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten (171C9030F).
Kursleitung: Lars Lange


Freitag, 05. Mai, 19 – 20.30 Uhr, VHS, Lüpertzender Str. 85
Neue Lust auf Gemeinschaft

Heute mehr denn je scheint eine neue Lust auf alternative Formen des Wohnens geweckt. Ein Überdruss am faden Glück der Wohnmaschine schafft Bereitschaften zum Aufbruch. Und so begeben sich immer mehr Menschen auf die Suche nach gemeinschaftlichen Modellen des Wohnens – nachhaltig, selbstorganisiert und partizipativ. Bereits im Jahr 2014 wurden knapp 600 gemeinschaftliche Wohnprojekte in Deutschland gezählt – Ökodörfer, Cohousings, Mehrgenerationenprojekte. Gemeinsam wollen wir die bunte Vielfalt kooperativer Wohnprojekte entdecken, Potentiale ausmachen und persönliche Erfahrungen und Meinungen austauschen.

Kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten (171C9020F).
Kursleitung: Magdalena Schmidramsl


dienstag, 11. April, 19 – 22 uhr, BIS
Wie funktioniert der Faire Handel?

Rapha-Breyer-2014

Rapha Breyer erklärt Idee und Grundzüge des Fairen Handels und geht dabei auf Spezifika unterschiedlicher Systeme und Entwicklungen ein. In einer offenen Fragerunde sollen dann alle Fragen zu Wirkung, Funktionsweise, Mythen und Missverständnissen zum Fairen Handel geklärt werden.

Rapha Breyer ist Referent für Entwicklungsfragen beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

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