Wir sind Transition Town – „Städte im Wandel“

Seit 2006 gestalten weltweit in vielen Städten und Gemeinden Transition Town-Initiativen den geplanten Übergang in eine postfossile und relokalisierte Wirtschaft. Auch Neuss und Mönchengladbach sind solche „Städte im Wandel“. Seit 2015 setzt sich gerade in Neuss eine aktive Gruppe für einen verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und ein zukunftsorientertes Zusammenleben mit Gemeinschaftssinn ein – mit Aktivitäten wie Urban Gardening, Repair Cafés, Pflückgemeinschaften, Tauschbörsen, mit Upcycling Workshops, nachhaltigen Energienutzungen und vielem mehr. Klingt spannend, finden wir und freuen uns, dass sich die Initiativen Transition Town Neuss und Mönchengladbachbeim LateNight Kaffeeklatsch am 11. September vorstellen.

Komm vorbei und klön mit uns!

Vorstellung von Transition Town Neuss und Mönchengladbach
LateNight Kaffeeklatsch / Dienstag, 11. September 2018, um 19 Uhr
im BIS, Bismarckstraße 97-99

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Vortrag: Das Mietshäuser Syndikat

Vortrag mit Sri Hartini Santo und Anja Krause von Stadtteilleben Hannover
LateNight Kaffeeklatsch / Dienstag, 14. August 2018 um 19 Uhr

In den vergangenen 25 Jahren ist ein Anstieg der Mieten um etwa 62 Prozent zu verzeichnen. Gleichlaufend hat sich das durchschnittliche Haushaltseinkommen um lediglich 46 Prozent erhöht. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum steigt und zugleich wittern internationale Immobilien-Heuschrecken das große Geschäft. Die Folgen: Einkommensschwache Bewohnergruppen werden aus ihren Quartieren verdrängt, Städte gespalten und in ihrem sozialen Frieden gefährdet.

Das Mietshäuser Syndikat will hier gegensteuern und langfristig bezahlbare Wohnungen sowie Raum für Initiativen schaffen. Nach welchem Modell das Mietshäuser Syndikat arbeitet und wie dieses in der Praxis funktioniert, das erzählen uns Sri Hartini Santo und Anja Krause von Stadtteilleben Hannover.

BIS, Zentrum für offene Kulturarbeit, Bismarckstr. 97-99

Quarks & Co & Du!

Es gibt aufregende Neuigkeiten: Am Donnerstag, den 9. August ab 15 Uhr kommt das Dreh-Team vom WDR mit der renommierten Sendung Quarks & Co zu uns!

Wenn du Zeit und Lust hast, dann komm doch bitte um 15 Uhr in die Tante. Wir werden einen Sonderöffnungstag einlegen, also von 15 bis 20 Uhr normal öffnen. Quarks & Co wird auch in Mönchengladbach viel gesehen. Die Sendung kann uns einen großen Schritt nach vorne bringen. Wir halten das für eine tolle Chance, unser Projekt in Mönchengladbach und darüber hinaus einem breiten Publikum vorstellen zu können.

Kommt vorbei und lasst uns den Menschen da draußen zeigen, was wir hier bewegen!

Sonderbestellungen wieder online.

Liebe Leute,

wir sind ja jetzt in der Gasthausstraße 68. Und da gibt es mehr Platz. Deshalb: die Sonderbestellungen sind jetzt wieder möglich! Wer noch keinen Link oder diesen verloren hat: der folgt in der nächsten Post von der Tante (nur für Mitglieder).

Und bitte denkt daran, mal wieder euren Monatseinkauf bei der Tante zu machen. Reis, Linsen, Nudeln, Gewürze – wir haben eine Menge gute und günstige Lebensmittel, die ihr wahrscheinlich eh braucht. Also kommt mal wieder rum und unterstützt eure Tante – wir freuen uns auf euch!
Übrigens: Saubere Schraubgläser halten wir kostenlos für Spontaneinkäufer*innen bereit.

 

Wir sind drin!

In den vergangenen Wochen haben wir fleißig renoviert, geschrubbt, geschleppt und unsere Vorräte kräftig für euch aufgestockt. Jetzt ist es endlich soweit:

Ab der Öffnung am Mittwoch, den 20.6.2018 findet ihr Tante LeMi in ihrem neuen Ladenlokal auf der Gasthausstraße 68-70, nur wenige Meter von der alten Tante entfernt.

Freut euch auf schöne neue Räume, mehr Platzangebot, auf neue Lebensmittelspender, eine zweite Waage und auf Regina und Tracey hinterm Ladentresen. Also Behälter einpacken und nix wie hin zur neuen LeMi!

 

Euer Tante LeMi-Team

Simone Jansen: Den ökologischen Schweinehund überwinden.

Zu Land, zu Wasser und in der Luft häufen sich die Probleme. Nach einer blitzlichtartigen Momentaufnahme liegt das Handeln nahe. Wir möchten ja auch, aber…! Der ökologische Schweinehund ist träge. Mit Blick auf psychologische Modelle entschlüsseln wir, welche Faktoren uns die Umsetzung des gewünschten Verhaltens erleichtern und welche es erschweren.
Kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.
Leitung: Simone Jansen
Fr, 28.06.2018; 19.00-20.30 Uhr
MG, VHS am Sonnenhausplatz, Lüpertzender Str. 85
gebührenfrei, 2 Ustd.
71C9010F

Think global, act local – Regionale Komplementär-Währungen

Es gibt viele Ansätze des alternativen Wirtschaftens, die einen fairen Handel gewährleisten sollen. Das Konzept der Regionalwährung hat unter ihnen die längste Tradition und die meisten real existierenden Beispiele. An diesen können wir uns gut orientieren, denn getreu dem Motto „Think global, act local“ sind es diese sozialen Experimente die seit Jahrzehnten best practices erarbeiten, wie soziales Handeln auf ökonomischer Ebene funktionieren kann.

Vortrag von Philipp Turowski.

Eintritt frei.

12. Juni 2018; 19:00 Uhr
BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit
Bismarckstraße 97–99
41061 Mönchengladbach

 

Produktion und Abfall – Anthropologische Konstanten?

Vortrag von Dr. Horst Dieter Rauh (Aachen)

Alle menschliche Produktion erzeugt Abfall – seit der Prähistorie bis heute. Keine Kultur ohne Abfall. Der Mensch ist als Macher geschaffen, weil er von Hause aus ein Mängelwesen ist. Um sich zu behaupten, ist er genötigt, Strategien des Überlebens zu entwickeln, Natur und Umwelt zu beherrschen. Das eigentliche Mittel dazu sind Wissenschaft und Technik. Sie sind gegenwärtig imstande, in die Natur und den Menschen grundlegend einzugreifen. All diese Prozesse erzeugen unweigerlich Abfall (wozu auch Verpackung gehört): sein Wachstum wird sichtlich zu einem globalen Problem. Wir sind dabei, eine „Kultur der Deponien“ zu errichten. Hier ist Zivilisationskritik gefragt: ihr Blick hat sich auf echte und falsche Bedürfnisse zu richten, auf Strategien der Produktionskontrolle, auf die Verantwortung von Politik und Ökonomie – und auf die Möglichkeiten einer neuen Ethik.
Referent ist der Aachener Historiker und Philosoph Dr. Horst Dieter Rauh.

Kurzvita
Geboren 1940 in Rostock; Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg; 1969 Promotion zum Dr. phil. bei dem Historiker Arno Borst (Konstanz) mit einer Arbeit zur mittelalterlichen Geschichtsphilosophie. Von 1971 bis 2005 Dozent an der Bischöflichen Akademie Aachen, Leiter des Fachbereichs Kultur und Ausstellungsmacher. Lebt als freier Autor in Aachen. Publikationen zur Naturästhetik, Literatur und Philosophie. Zuletzt: Bürgerliche Trauer. Eros und Tod im 19. Jahrhundert (Berlin 2014); Wittgensteins Mystik der Grenze (Berlin 2014). In Vorbereitung: Vögel des Himmels. Gleichnis und Metamorphose.

Eintritt frei.

10. Juli 2018; 19:00 Uhr
BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit
Bismarckstraße 97–99
41061 Mönchengladbach

Elektromobilität für Alle – Stadtbahn MG

Mönchengladbach ist die drittgrößte deutsche Großstadt ohne leistungsfähigen, schienengebundenen Nahverkehr. Das traurige Ergebnis: 62 Prozent aller Wege werden mit dem Auto zurückgelegt. Ein besorgniserregender Spitzenwert in Deutschland.
Wie bekommen wir die sanfte, sozial verträgliche und platzsparende Elektromobilität für Alle wieder nach Mönchengladbach? Hat der Neubau eines modernen Schienenverkehrs die Chance, Symbol des Aufbruchs einer sich wandelnden Stadt zu werden?
Dazu wollen wir uns im schönen Köntges erste Gedanken machen.

Veranstaltung, Mittwoch, 13.06.2018, 19:00 Uhr, Köntges, Waldhausener Str. 16, 41061 Mönchengladbach

PD Dr. Markus Wirtz: „200 Jahre: Karl Marx und die unvollendbare Dynamik der kapitalistischen Revolution“

Vortrag: Samstag, 05. Mai 2018, 19 – 21 Uhr, BIS

Die Stimmen, welche die Philosophie von Karl Marx nach dem Ende des Ost-West-Konflikts vorschnell für tot erklärt hatten, sind längst verstummt. Sätze wie der folgende aus Marx‘ monumentalem Hauptwerk Das Kapital haben auch 150 Jahre nach ihrer Niederschrift nichts von ihrer Aktualität verloren: „Die Kreisläufe der individuellen Kapitalien verschlingen sich (…) in einander, setzen einander voraus und bedingen einander und bilden grade in dieser Verschlingung die Bewegung des gesellschaftlichen Gesamtkapitals.“ (MEGA Bd. 11, Berlin 2008, S. 342.)

Spätestens die Finanzkrise vor 10 Jahren hat vor Augen geführt, dass wir in einer Zeit des entfesselten globalen Kapitalismus leben, dessen Eruptionen die kühnsten Voraussagen der marxistischen Theoretiker noch übertreffen. Der 200. Geburtstag von Karl Marx lädt dazu ein, uns mit dem Dilemma zu konfrontieren, in dem wir uns als werktätige Insassen der kapitalistischen Blindflugrakete befinden: Es gibt bis heute keine bessere Analyse des Kapitalismus als die von Marx vorgelegte, aber zugleich war Marx – bei aller analytischen Brillanz und geschichtsphilosophischen Prognosekompetenz – ganz ein Kind seiner Zeit, der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts. Den revolutionären Schub, den der Kapitalismus durch die Digitalisierung erhalten hat, konnte Marx beim besten Willen nicht vorhersehen. Daher gilt es heute, eine Relektüre der Marxschen Philosophie vorzunehmen, die deren kontextbedingte Grenzen berücksichtigt, vor allem aber die von Marx analysierte Umwälzung der Lebensverhältnisse auf die revolutionäre Dynamik des Kapitalismus selbst bezieht. Denn erst in seiner Unvollendbarkeit ist dieser wahrhaft vollendet.

Eintritt: frei