Workshop „Aktionen für eine Zukunft ohne Autos: Verkehrswende, Nulltarif, Fahrradstraßen“ – 4.7.21

Die platz-, sprit- und rohstofffressenden Stinker mit Steuermilliarden
nochmal umrüsten, damit Autokonzerne und Bestattungsunternehmen weiter
verdienen können? Radler*innen auf holperige Schmalspuren am Gehwegrand
verbannen oder ihnen nagelneue Pisten in die Landschaft betonieren? Das
kann es ja wohl nicht sein. Das Land braucht eine echte Verkehrswende.
Beton- und Asphaltfläche sind genug da, sie müssen umgenutzt und der
Autoverkehr dafür zurückgedrängt werden. Wichtigste Bausteine sind
Fahrradstraßen und ein fahrscheinloser öffentlicher Verkehr. Denn der
verbindet die ökologische Verkehrswende mit sozialer Gerechtigkeit –
eine seltene Kombination, war Umweltpolitik doch bisher meist Politik
für Reiche.
Dieser Workshop zeigt die Möglichkeiten einer Verkehrswende – und viele
Aktionsideen, sie durchzusetzen. Er beginnt mit einem Kurzfilm über
Städte, in denen der Nulltarif schon funktioniert. Dazu gibt es Infos
über Wirkung und Finanzierung. Danach geht es um Aktionen, die den
nötigen politischen Druck erzeugen, vom Aktionsschwarzfahren über
Kommunikationsguerilla und Fahrradaktionen bis zu großen Kampagnen z.B.
um ausgewählte Städte mal einen Tag autofrei zu blockieren.
Infoseite: verkehrswende.siehe.website

Jörg
Jörg Bergstedt

Sonntag, 4.7. um 15.30 Uhr an der Mahnwache Lützerath

Mit Jörg Bergstedt

Fahrrad-Parkplätze für Dein Viertel – Verkehrswende zum Selbermachen

von Oliver Jansen

Stell Dir vor, Du oder Dein Besuch kommen mit einem echten klimaneutralen Fahrzeug, nämlich dem Fahrrad, nach Hause und Ihr könnt es in der Nähe sicher und bequem im öffentlichen Raum abstellen – genauso wie es sich derzeit mit den Autos verhält. Ein Traum, oder? Aber er kann Wirklichkeit werden.

Denn im Rahmen einer „Wohnumfeldverbesserung“ stellt die Stadt Mönchengladbach jedes Jahr einen Fördertopf für engagierte Bewohner*innen bereit. D.h. die Stadt fördert Dein geplantes Projekt finanziell vollumfänglich, wenn Du bereit bist, einen Beitrag in Form von eigener geleisteter Arbeit, eine sogenannte „Muskelhypothek“, zu leisten.

Das ist bei den Fahrradparkplätzen in der Altstadt in Form von eigener Planung, Bepflanzung und Pflege der Stellplätze geschehen. Die Idee bestand darin, ein Modul für 6 Fahrrad-Stellplätze in Größe eines PKW-Stellplatzes (5,50m) zu schaffen. Insgesamt wurden drei dieser Module beantragt und auch an verschiedenen strategischen Standorten in der Altstadt aufgebaut. Und so sieht das Ganze aus:
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Die Dimensionierung der Abstände der Bügel ermöglicht eine bequeme Handhabung für das Parken an beiden Seiten. Sogar für Lastenräder.
Die Pflanzen-Kübel bilden nicht nur einen optisch schönen Abschluss des Stellplatzes, sondern garantieren auch einen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos. Ab dem Frühjahr werden wir auch Blühendes sehen!

Mehr Grünzeug in der Stadt. Yeah! Und das Planungsteam Thomas und Oliver (v.r.).

Du möchtest das auch für Dein Viertel haben? Dann sprich uns an. Wir geben unsere Erfahrungen gerne weiter.

Einen schönen Beitrag über das Erfolgsrezept zum hohen Fahrrad-Anteil am Gesamtverkehr bei unseren Nachbarn in den Niederlanden findest Du hier:

https://www.riffreporter.de/busystreets-koralle/niederlanderadverkehr/

P.S.: Ein ganz besonderer Dank gilt Thomas Hoffmann, der den Großteil der Planung und die Kommunikation mit den verantwortlichen Planern der Stadt und den ausführenden Gewerken durchgeführt hat! Super dufte!