Die Woche: Haus Zoar, Weltmeermüll, Waldbaden (official!), Queere Tüte

Neuigkeiten von der Tante

Öffnungszeiten – Dienstag: Danke!

Ein fettes DANKE an Martina: ab jetzt teilen sich Horst und Martina die Dienstags-Öffnung – der Dienstag ist jetzt gerettet. Danke Martina, dass du uns ab jetzt unterstützt!  Also Dienstag 10 bis 13 Uhr ist, wie in der letzten Woche (also diese Zeitperioden-Woche, nicht Die Woche-Woche) auch wieder zuverlässig geöffnet.
Geld hat unser gemeinsamer Verein genug. Was uns fehlt sind Menschen, die sich engagieren. Mit Geld retten wir die Welt nicht – im Gegenteil!  Wir brauchen Menschen, die Stück für Stück aus geldkodierten sozialen Interaktionen aussteigen und sich für das neue Miteinander engagieren. Für unser Lädchen, für die Idee der Gemeinwirtschaft, für etwas, was unsere lebensfeindliche Wirtschaftsordnung ersetzt. Gib dir einen Ruck und melde dich, wir freuen uns über Verstärkung.

Mittwoch kommt die neue Lieferung

Unsere Regale waren doch jetzt arg geplündert. Mittwoch ist wieder alles da, auch ein neues Produkt. Was? Das kommt (Spannung!) in der nächsten Die Woche, aber schon diese Woche, also komm vorbei uns schau selbst. Ab Mittwoch! Irgendwas mit SOYA!!! 🙂
Kaffee ist wahrscheinlich erst am Samstag wieder vollständig ergänzt. Der Bremer Stadtkaffee wird ausgelistet, kann aber für euch bestellt werden, einfach Bescheid geben. Neu ist Ruanda Amazi Mesa, 100% Arabica von der Dukunde Kawa Kooperative aus Ruanda, sehr spannender und ungewöhnlicher Geschmack.

Umsatz steigt wieder

Wir freuen uns: Im Moment ist wieder einiges los. Danke, dass ihr wieder kommt.

Impressionen 1. Japan Filmfest Niederrhein

Neun spannende Filme an drei Tagen, zwei tolle Onigiri-Workshop (die dann auch zufällig in den Filmen ständig gegessen wurden), hier ein paar Impressionen:

Auch für das Kino Lemuria suchen wir Menschen, die Lust haben, sich für ein Programmkino für Mönchengladbach zu engagieren.


Termine

MITTWOCH, 14.09.: LesARTen – Literaturtreff

Du schreibst? Und würdest gerne erfahren, wie deine Texte bei anderen ankommen? Möchtest über Feedbacks erfahren, was noch verbesserungswürdig und was schon genau richtig ist? Dann schau bei LesARTen, dem offenen Literaturtreff im BIS vorbei.
BIS-Zentrum, 20 Uhr
Infos hier.
 

FREITAG, 16.09.: Gemischte Tüte – Queer drink, chill & chat

An alle Gummibärchen und Leckmuscheln: kommt ins Köntges!
An jedem zweiten Freitag sind wir dein sicheres zu Hause für einen ungezwungenen, bunten und fröhlichen Abend. Mit einem Drink in der Hand, den Hosentaschen voller Süßigkeiten und jeder Menge netter Menschen sind wir der perfekte Ausgangspunkt für einen fröhlichen Abend in der Altstadt oder einfach um den Feierabend zu genießen.
Köntges, 17 – 22 Uhr
Alle Infos hier.

FREITAG, 16.09.: Kino: Vendhu Thanindhathu Kaadu

JUHUU: Das Haus Zoar hat neue Pächter*innen. Und die feiern Kino richtig nice ab. Heute gibt es Vendhu Thanindhathu Kaadu, einen Tamil Film, Orginal mit Untertitel.
Trailer:
Haus Zoar, 19:30
 

SAMSTAG, 17.09.: Waldbaden – Wald erleben mit allen Sinnen

Beim Waldbaden konzentrierst du dich voll und ganz auf deine Sinne. Es geht darum, den Wald bewusst zu sehen, zu hören, zu fühlen, zu riechen und zu schmecken. Du wirst Atemtechniken, Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen kennenlernen, mit deren Hilfe du im wahrsten Sinne des Wortes in die Waldatmosphäre eintauchen kannst.
VHS-Kurs, 25 Euro, 09:30 – 12:30 Uhr, Brahmsstr. 142, 41169 Mönchengladbach
Alle Infos hier.
 

SONNTAG, 18.09.: Fancy Woman Bike Ride

Weltweit in über 200 Städten treffen sich Frauen zu einer kunterbunten Fahrradtour. Weil Frauen die Welt verändern können, und das Fahrrad kann helfen. Fancy Women Bike Ride ist eine Veranstaltung von Frauen für Frauen, um Infrastruktur und Inspiration zu verlangen.
Anmeldung nicht erforderlich.
Herren können gerne begleiten, solange sie mit fahren, nicht vor. Kinder sind willkommen.
15 – 16 Uhr, Bunter Garten / Bettrather Straße
Infos hier.

Gardinen Predigt (2)

 

Plastik im Magen

Seit die Tante sich an der Haustüre dieses ziemlich fragwürdige Gratis-Statistik-Abo hat aufschwatzen lassen, müssen wir uns einiges anhören. Aber sind trotzdem spannende Zahlen:
28180
Also von unserer veganen Perspektive aus gesehen hat die Hochseefischerei kein Problem, sondern sie ist es natürlich, aber das schenken wir uns mal: Lebensmittelverpackungen belasten die Weltmeere. Nur so mal zur Motivation, in unseren kleinen Unverpacktladen zu kommen und den Müll und die Verpackungen wenigstens schon mal wirklich deutlich zu reduzieren.
Aber Vorsicht: Demnächst kramt unsere Tante bestimmt noch so eine aufgeschwatzte Statistik zum Thema Auto und Umwelt raus, dann wird sie auch immer ganz wütend bei dem Thema, deshalb nochmal die Bitte, nicht mit der Karre zu kommen, um Plastikfolien zu sparen, denn Autofahren ist noch krasser als Plastikfolien in Meere dis­si­pie­ren zu lassen.

Ups: Ziemlich kurz heute, diese Gardinenpredigt, denn aufgrund von Verzögerungen im Betriebsablauf fällt die Gardinenpredigt diese Die Woche leider fast aus, obwohl es viel, viel zu viel zu sagen, aber noch mehr zu tun, und noch viel viel mehr zu lassen geben würde.
Stattdessen singen wir noch gemeinsam 197, Strophe 2,4 und 7.
Bis nächste Die Woche.
Amen.

Die Woche wird zusammengestellt von Lars

Rezept: Vegane Rheinische Reibekuchen

Die Tante verrät ihr bisher bestgehütetes Geheimnis: das ORIGINAL-Rezept ihrer Rheinischen Reibekuchen.
Ihr ganzes Leben lang hat die Tante schon nach dem besten Reibekuchen-Rezept geforscht: mit weißem Bohnen-Püree, Haferflocken, Möhren oder Tofucreme, Champinionmus oder Backpulver: die Tante hat schon eine Menge Zutaten ausprobiert, um den perfekten Reibekuchen aus zu backen.
Doch schließlich ist es dieses genial einfache Rezept geworden, mit nur 7 Zutaten. Es schmeckt einfach authentisch nach rheinischen Reibekuchen, ohne Schnick und Schnack. Das Ei fehlt übrigens überhaupt nicht – im Gegenteil! Ihr könnt das Rezept auch gerne mal mit Ei ausprobieren und ihr werdet sehen, dass Reibekuchen ohne Ei wesentlich schmackhafter sind: Ei gibt einen unangenehmen Beigeschmack, wenn die Reibekuchen bei hoher Temperatur in Öl ausgebacken werden.

Die perfekten Kartoffeln sind mehligkochend: so werden sie am knusprigsten. Oder ihr nehmt festkochende Kartoffeln, dann saugen sich die köstlichen Küchlein nicht ganz so voll Fett. Bei festkochenden Kartoffeln empfiehlt die Tante, die Reibekuchen etwas dicker zu machen.
Beim Mehl ist es noch sehr wichtig, tatsächlich auf den Typen 405 (Auszugsmehl) zu achten, Vollkornmehl bei Reibekuchen oder ein dunkleres Mehl bringen keine guten Ergebnisse! Wenn du mehligkochende Kartoffeln nimmst, dann reicht oft nur 1 Esslöffel aus.
Am besten nehmt ihr ein desodoriertes Pflanzenöl, entweder Sonnenblumen- oder Rapsöl – im Bioladen wird das als „Bratöl“ verkauft. Auch Olivenöl eignet sich, dann darf man allerdings die Pfanne nicht zu doll vorheizen.
Noch ein Wort zur Pfanne: die sollte idealerweise eine Eisenpfanne sein, wie die von Turk. Pfannen mit Plastikbeschichtung (Teflon) eignen sich nicht, ebenfalls sind rostfreie Edelstahlpfannen nicht ideal.

Hier das ORIGINAL-Rezept von Tante LeMi, für etwa 15 Reibekuchen (also für ca. 1 Person 😉 )

Sehr leckere Reibekuchen, frisch aus der Pfanne.

Zutaten:
1 Kilo Kartoffeln*
1 gestrichener TL Meersalz*
1 gestrichener TL gemahlener Pfeffer*
1 gestrichener TL Muskat*
200 Gramm Zwiebeln
1-2 EL Weizenmehl Typ 405 (je nach Kartoffelsorte)
desodoriertes Sonnenblumenöl*

*Zutaten gibt es bei Tante LeMi

Die Kartoffeln zu einem Drittel grob und zu zwei Dritteln fein reiben. Die Zwiebeln sehr fein hacken. Alle Gewürze, Salz und das Mehl zu den Kartoffeln geben. Den Teig ordentlich verrühren, am besten geht das mit einem Handrührgerät. Falls sich Wasser bildet, dieses nicht abschütten, sondern Teig kurz aufrühren, bevor er in die Pfanne gegeben wird (falls es apokalyptische Wassermengen sind: Wasser in eine zweite Schüssel abgießen, fünf Minute stehen lassen, nochmals dekantieren, Wasser weggießen, Kartoffel-Stärke zurück in den Teig geben).
Pfanne ohne Öl stark erhitzen (geht mit Plastikpfannen nicht). Wenn Pfanne richtig heiß ist,  etwa daumenbreit Öl in die Pfanne geben, die Reibekuchen müssen tatsächlich in Öl schwimmen. Mit einem großen Löffel den Teig in die Pfanne geben und zu Küchlein zurecht drücken. Von beiden Seiten bei starker Hitze etwa 3 Minuten ausbacken, je nach gewünschtem Bräunungsgrad. Auf Abtropfgitter abtropfen lassen. Heiß genießen!


Unser Reibekuchenstand.

Rund um die Nuss

Weihnachtszeit ist Walnuss-Zeit! Und auch Tante LeMi hat noch einen kleinen Walnussvorrat auf Lager – sichert Euch die letzten Nüsse, solange der Vorrat reicht!

Wusstet ihr eigentlich, dass die Walnuss bereits seit 9000 Jahren als Lebensmittel verwendet wird? 30 verschiedene Sorten soll es von der fein bitteren, aromatischen Nuss geben. Mit wichtigen B-Vitaminen hilft sie uns die Nerven zu behalten. Mit vielen ungesättigten Fettsäuren, Mineralien und Antioxidantien ist sie eine gesunde Knabberei. Durch ihren hohen Proteingehalt macht sie vielen Fleischsorten Konkurrenz und gilt in der vegetarischen Ernährung als optimaler Ersatz für tierisches Eiweiß. Hochkalorisch ist sehr sättigend, aber jedes Gramm auf der Waage Wert!

Die Tante pfeift auf die Pfunde und bevorzugt Walnüsse in Plätzchenform. Ohne Margarine ist dieses Rezept plastik- und alufrei und darf in keiner Weihnachtsbäckerei fehlen:

80 g Walnüsse *
110 g Datteln *
1 EL Kokosöl
1 Msp. echte Vanille
2-3 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft im Glas)
80 g Mehl
1 TL Weinsteinbackpulver *
1/2 TL Zimt *
1 Prise Salz *
1 TL abgeriebene Bio-Orangenschale

Walnüsse grob hacken. Datteln, Kokosöl, Vanille und Ahornsirup im Mixer stückig hacken. Gesiebtes Mehl, Salz, Zimt und Orangenschale mischen und zur Dattelmasse geben. 2 Tl Wasser zufügen und vermengen. Kleine Plätzchen formen und 10-12 Minuten bei 170 Grad backen.

* im Tante LeMi-Sortiment

Warum die Möhre Möhre heißt

Sie ist unsere Lieblingswurzel! Im Nordosten kennt man sie als Mohrrüben, im Norden und Nordwesten bezeichnet man sie als Wurzeln, in Süddeutschland spricht man von Gelben Rüben und die Schweizer lieben ihre Rübli. Doch Wurzeln, Gelbe Rüben & Co haben es heute schwer, so ist im Zeit-Magazin zu lesen. Umfasste das Verbreitungsgebiet des Begriffs „Wurzel“ vor 40 Jahren noch fast den gesamten Norden, ist dieses heute auf rund die Hälfte geschrumpft. Denn jeder beliebige Supermarkt führt das orangefarbene Gewächs heute ausschließlich unter der Verkehrsbezeichnung Speisemöhren oder Karotten. Und das, obschon man diese Begriffe vielerorts gar nicht verwendet!

Wie kann das sein, fragt das Zeit-Magazin und wagt eine interessante These: Nicht nur sei die Marktmacht der großen Supermarktketten gegenüber regionalen Lebensmittelgeschäften und Wochenmärkten in den letzten Jahrzehnten immer mehr gewachsen – auch ihre Sprachmacht nehme zu!

Spannend, findet die Tante und möchte Euch bei dieser Gelegenheit diesen ausgezeichneten Rübli-Kuchen ans Herz legen. Für eine normale Springform braucht ihr:

400 gr Bio-Möhren geraspelt – auch bekannt als Gelbe Rüben, Wurzeln oder Mohrrüben
300 gr Mehl – im Bioladen in Papierverpackung erhältlich
1-2 EL Sojamehl – im Bioladen in Papierverpackung erhältlich
250 gr Rübenzucker*
150 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. „Bratöl“)
40 ml Wasser
1 Prise Salz *
1 Tl Zimt *
1 Tl Muskat
20 gr Weinsteinbackpulver *
60 gr Walnüsse, gehackt

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Tante LeMis Rübenzucker

Alle Zutaten bis auf die Möhren gut vermengen, bis eine krümelige Masse entsteht. Dann die Möhrenraspel hinzufügen und zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Zum Schluss die gehackten Walnüsse unterrühren. Den Teig in eine gefettete Backform streichen und bei 180 Grad 45-60 Minuten backen. Der Kuchen lässt sich übrigens prima aufpimpen mit einem Frosting oder einer Cremeschicht!

*im Tante LeMi-Sortiment

Und zum Nachlesen:
Zeit-Magazin: http://www.zeit.de/zeit-magazin/2016/05/moehren-karotte-bezeichnung-wort-supermarkt
Universität Lüttich und Salzburg: http://www.atlas-alltagssprache.de

Schwarzkümmel

Auch wenn er den selben Nachnamen trägt, ist der Schwarzkümmel weder mit dem Kreuzkümmel noch mit dem Kümmel verwandt. Er stammt aus dem Orient und ist nicht nur geschmacklich eine echte Bereicherung für die Küche.

Für Nasen, die den Schwarzkümmel noch nicht kennen, mag der Geruch zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig sein. Wer sich von diesem Eindruck nicht abschrecken lässt, findet ein intensives, scharfes und auch leicht nussiges Aroma, das vielen Gerichten eine besondere Note geben kann.

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Tante Lemi Gladbach Schwarzkümmel

Die Verwendungsmöglichkeiten in der Küche sind vielfältig: Schwarzkümmel ist eine gesunde Zutat in bunt gemischtem „scrambled Tofu“. Generell macht er sich gut in indisch gewürzten Gerichten, dort kommt er z.B. in der Gewürzmischung „Panchphoran“ zum Einsatz. Wer experimentierfreudig ist, probiert ihn auch mal im Salat. In der arabischen Küche wird er oft auf Backwaren und Gebäcke gestreut, z.B. auf Fladenbrot (manchmal findet man dort aber auch schwarzen Sesam, der dem Schwarzkümmel sehr ähnlich sieht). So außergewöhnlich er ist, so vielseitig ist er auch, wenn man ihn einmal für sich entdeckt hat.

Wie sollte es anders sein, ist der Schwarzkümmel jedoch nicht alleine durch seinen Geschmack bekannt geworden. Im Orient kennt man die gesundheitsfördernden Wirkungen des Schwarzkümmels schon seit Jahrtausenden – Mohammed soll gesagt haben „esst den Schwarzkümmel regelmäßig, er ist eine Heilung gegen jede Krankheit, außer den Tod.“

Sicher ist, dass Schwarzkümmel vor allem auf die Verdauung einen positiven Einfluss hat und eine ausgleichende und stärkende Wirkung auf das Immunsystem besitzt. Besonders sein Öl wird in den letzten Jahren immer bekannter. Allergiker schätzen es wegen seiner antihistaminischen Wirkung. So wird z.B. Heuschnupfen deutlich gemildert und abgeschwächt. Auch bei Neurodermitis und Ausschlägen soll Schwarzkümmelöl eine gute Hilfe sein.

Außerdem hat man entdeckt, dass Zecken den Geruch von Schwarzkümmel nicht mögen und deshalb meiden.

Und jetzt gibt es für euch noch ein leckeres indisches Rezept:

Süßsaure Kichererbsen (Bengali dal)

300g Kichererbsen*
1 TL Kurkumapulver*
2 TL Zucker*
3 EL Sonnenblumenöl
2 EL Panchphoran (Mischung zu gleichen Teilen aus: Kreuzkümmel*, Fenchelsamen, Bockshornkleesamen, schwarzen Senfsamen und Schwarzkümmel*)
4 getrocknete rote Chilis, Samen entfernt, zerkrümelt (oder weniger)
2 Lorbeerblätter
2 TL Mangopulver (Amchoor) oder ersatzweise 1 TL in einigen Esslöffeln aufgelöstes Tamarindenkonzentrat
1 TL Rosinen

1. Kichererbsen über Nacht  einweichen und in ausreichend Wasser 2 Stunden weich köcheln. Falls nötig, Wasser zugießen! Kurkuma, Zucker und Salz untermischen.

2. Im kleinen Topf Öl erhitzen. Das Panchphoran darin anrösten, bis ein Zisch-Geräusch hörbar ist. Chillies, Lorbeer, Mangopulver und Rosinen zugeben. Jetzt die Hitze reduzieren und Mischung über Kichererbsen träufeln.

3. Vielleicht noch Wasser dazugießen, es sollte eine dickflüssige Konstistenz sein. Heiß servieren!

Dazu passt Reis oder Nan-Brot.

 

*im LeMi-Sortiment

Hirsetöpfchen, koch!

Hirse – Ihre traditionellen Anbaugebiete liegen in China, wo sie einst zu den fünf heiligen Pflanzen zählte. Mit Ende der Antike hatte das Getreide als Grundnahrungsmittel ganz Europa erobert. Im Mittelalter galt Hirse als „Arme Leute Speise“. Und auf Hochzeiten war es Brauch, die kleinen Körner auf die Brautleute zu werfen. Bei den Brüdern Grimm war sie der überquellende Hauptdarsteller im Märchen vom süßen Brei und überzog dampfend eine ganze Stadt. In Deutschland wurde Hirse bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts kultiviert und kam mehrmals wöchentlich auf den heimischen Tisch.

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Tante Lemis Hirse

‚Töpfchen, koch!‘

200 gr Hirse*
1 Liter Pflanzenmilch (s. Rezept Nussmilch)
1 Prise Salz*
1 Msp. Vanille
2 EL Zucker*, 2 Msp. Zimt*
Agavendicksaft (im Gläschen) nach Belieben
4 Datteln*
8 EL Mandeln, gehackt
4 EL Rosinen oder Cranberrys

oder nach Belieben frische Früchte
ergibt ca. 4 Portionen

Hirse in einem Sieb mit heißem Wasser abspülen, bis das austretende Wasser klar bleibt, dann gut abtropfen lassen. Pflanzenmilch, 1 Prise Salz und Vanille zum Kochen bringen, die Hirse zufügen und aufkochen. Zugedeckt bei kleiner Hitze 5 Minuten köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Datteln würfeln und mit den Cranberrys oder Rosinen zur Hirse geben und weitere 5 Minuten zugedeckt garen. Inzwischen die Mandeln hacken und in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Den Brei nach Belieben mit Agavendicksaft süßen. Zucker und Zimt mischen. Mit den Mandeln über die Hirse streuen. Auch frische Früchte schmecken köstlich!

‚Töpfchen, steh!‘

 

*im LeMi-Sortiment

Bulgur – ein Hauch von Orient

Bulgur ist der grobe Bruder vom feinen Couscous.
Seine Wurzeln hat er im vorderen Orient und der Türkei, wo er neben Reis und Nudeln zu den Grundnahrungsmitteln zählt. Mit türkischen Einwanderern machte er sich auf die Reise und wie sein feiner Bruder, erfreut auch er sich in seiner neuen Heimat größter Beliebtheit. Als Partygänger ist er auf beinahe jedem Buffet zu finden und aufgrund seiner orientalischen Herkunft stets heiß umschwärmt. Vielseitig, gesund und lecker sorgt er für Schwung, Abwechslung und einen Hauch von Orient auf unseren Tellern.

Aber wer genau ist dieser Bulgur aus dem Orient?

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Tante Lemis Bulgur

Bulgur wird aus Hartweizen gewonnen. Durch Schälen, Vorgaren und Trocknen entsteht Weizenschrot, das in unterschiedliche Feinheitsgrade von fein bis grob gebrochen wird. Die feine Variante von Bulgur wird lediglich mit kochendem Wasser oder Brühe übergossen und muss anschließend 20 – 30 Minuten quellen. Der grobe Bulgur wird hingegen mindestens 15 Minuten gekocht,  dann lässt man ihn eine halbe Stunde ziehen.


Für ca. 4 Portionen Bulgursalat braucht ihr:

  • 1 Zwiebel
  • 3 EL Olivenöl*
  • 150 gr Bulgur*
  • 400 ml Gemüsebrühe im Gläschen (evtl. mehr)
  • 2 EL Tomatenmark im Gläschen
  • 1 rote Paprika
  • 200 gr Tomaten
  • 300 gr Gurke
  • 1 Zitrone
  • Salz*, Pfeffer*, Paprika*, Kreuzkümmel* nach Bedarf (idealerweise Ras el-Hanout)
  • 100 gr Kichererbsen getrocknet*
  • etwas frische Petersilie und/oder Minze

Die Zwiebel fein würfeln und zusammen mit dem Bulgur in etwas Öl leicht andünsten. Heiße Gemüsebrühe und Tomatenmark dazugeben, gut unterrühren und im geschlossenen Topf etwa 10 Minuten quellen lassen. Dann abkühlen lassen. Inzwischen Paprika, Tomaten und Gürken würfeln. Zitrone auspressen, mit dem restlichen Öl zu einem Dressing verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dressing, Gemüse und gekochte Kichererbsen unter den Bulgur mischen und alles mit Salz, Pfeffer, Gewürzen und Petersilie/Minze abschmecken.

*im LeMi Sortiment

Riesenbohnenjemös

Bohnen – ob rund, länglich, nierenförmig, weiß, rot, gelb oder grün – lecker und gesund sind sie alle!

Bohnen sind ein toller Fleischersatz und reich an Ballaststoffen, die im Körper nur langsam verdaut werden und für ein langes Sättigungsgefühl sorgen. Wer sich also den nächtlichen Gang an den Kühlschrank sparen will, sollte öfter mal die Bohne auf den Speiseplan bringen. Außerdem sind Bohnen eine tolle Protein- und Eisenquelle, liefern wichtige sekundäre Pflanzenstoffe und viele Antioxidantien. Reich an  Niacin und Pantothensäure sorgen sie für eine schöne Haut.

Aber nun genug der Lobhudelei und zum Rezept. Wir verarbeiten heute weiße Riesenbohnen zu einem Riesenbohnengemüse mit Tomaten:

  • 250g getrocknete weiße Riesenbohnen *
  • 1 Liter Gemüsebrühe (im Gläschen)
  • Frische Kräuter z.B. 1/2 TL Liebstöckl, 2 TL Bohnenkraut, 1,5 Tl Thymian
    – plündert einfach euer Kräuterbeet –
  • 2 El Olivenöl *
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ca. 5 vollreife, richtig weiche Tomaten
  • Balsamico Essig
  • Salz*, Pfeffer*
Die getrockneten Bohnen werden idealerweise über Nacht (ca. 12 Stunden) eingeweicht und am nächsten Tag ca. 2 Stunden weich gekocht. Anschließend Einweichwasser abschütten. Bohnen mit Liebstöckl und Bohnenkraut in der Gemüsebrühe ca. 1 Stunde kochen. Zwiebel, Knoblauch und Thymian in Öl anschwitzen. Die Bohnen dazugeben und die in Stücke geschnittenen Tomaten dazugeben. Mit Salz, Pfeffer und Balsamico Essig abgeschmecken.

Guten Appetit!

*im LeMi-Sortiment

Grünkern-Bratlinge

Nach einer ausgiebigen Pfingstpause hat Tante LeMi wieder den Kochlöffel für Euch geschwungen und leckere Grünkern-Frikadellchen gezaubert. Und die stehen ihren Verwandten aus Hack in wirklich nichts nach!

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Tante Lemis Grünkern

Grünkern nennt man übrigens Dinkel, der unreif geernet wird, also dann, wenn die Stärke noch nicht ausgebildet ist und die Körner weich und saftig sind. Nach dem Dreschen werden die Körner gedörrt und geröstet. Früher geschah das in eisernen Pfannen über mildem Holzfeuer. Heute nutzt man dafür spezielle Darranlagen. So bekommt Grünkern sein nussiges, leicht rauchiges Aroma und ist damit prädestiniert für Frikadellchen wie diese:

Rezept für ca. 20 Bratlinge:

  • 250g Grünkernschrot *
  • 500 ml Wasser
  • Salz *, Pfeffer *
  • Gewürze * z.B. Rosmarin, Paprika, Majoran
  • Hefeflocken *
  • 1 kleinere Möhre oder eine Spalte Kohlrabi
  • 1 Zwiebel, 1-2 Knoblauchzehen
  • eine handvoll frische Kräuter z.B. Petersilie, Schnittlauch oder Estragon
  • Semmelbrösel (selbst hergestellt aus trockenen Brötchen)
  • Bratöl *

Und so geht’s: Grünkern in einem Turbomixer oder einer Getreidemühle schroten. Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Die Zwiebeln glasig andünsten und dann auch den Knoblauch leicht anbraten. Das Grünkern-Schrot dazugeben und etwas anrösten bis die Masse duftet. Etwa 1/2 Liter Wasser zugeben bis eine leicht flüssige, pfannkuchenteigähnliche Konsistenz entsteht. Die Masse zieht dann schnell an und dickt ein. Anschließend erkalten lassen.

Eine fein geraspelte Möhre oder eine Spalte Kohlrabi und frische Kräuter einkneten. Mit Gewürzen und Hefeflocken abschmecken. Dann Semmelbrösel zugeben bis die Masse nicht mehr zu sehr klebt. Mit angefeuchteten Händen Bratlinge oder Bällchen formen und diese in viel Öl anbraten. Bei der Tante gab’s einen erfrischenden Salat dazu.

Jetzt aber ran an die Buletten!

*im LeMi-Sortiment

Ran an die Falafel !

Für die einen schmecken sie nach Orient, für die anderen nach Heimat – die Falafel.

Die Falafel ist in allen Küchen des Nahen und Mittleren Ostens sowie Nordafrikas zu finden. Araber beanspruchen sie als ihr Nationalgericht, Israelis auch. Woher die würzigen Kichererbsenbällchen wirklich stammen, weiß niemand so genau. In ihrem Geschmack leicht nussig, außen knusprig und innen saftig, mit Hummus, eingelegtem Gemüse oder Brot lieben wir sie jedenfalls. Und auch in Sachen Gesundheit macht ihr mit diesem Gericht alles richtig. Denn Kichererbsen enthalten viele Ballaststoffe und sind reich an Eiweiß, Eisen, Magnesium und Vitaminen. Und ganz nebenbei kommen die leckeren Bällchen ohne tierische Produkte aus und sind somit ein toller veganer Snack. Die Zubereitung ist ganz easy!

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Tante Lemis Kichererbsen

Für ca. 15 Falafel-Bällchen braucht ihr:

200 g eingeweichte Kichererbsen * – dazu getrocknete Kichererbsen über Nacht einweichen lassen und das Wasser vor der Verarbeitung abgießen und die Kichererbsen gut durchspülen und abtropfen lassen
1/2 geschälte Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 flach gehäuften TL Salz *
frischen Koriander nach Belieben
frische Petersilie nach Belieben
1/2 TL Kreuzkümmel *
2 EL Paniermehl (aus altbackenem Brot)
1 EL frisch gepressten Zitronensaft
1 Prise Backpulver *
viel neutrales Öl *

*im LeMi-Sortiment

Dieses Gericht bietet unendlich viele Varationsmöglichkeiten: diverse Gewürze, Chilli, Lauchzwiebel, geriebene Möhren, Sesam. Findet einfach Euren perfekten Mix!

Alle Zutaten werden in einem Mixer zu einer geschmeidigen Masse verarbeitet. Falls nötig, etwas Wasser hinzufügen. Dann kleine Bällchen formen und in einem Topf in reichlich (!) heißem Öl goldbraun ausbraten. Vorsicht, die Bällchen werden schnell zu Grillkohle. Nach bereits 3-4 min sind sie fertig. Die Falafel noch kurz auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen lassen.

Und dann ran an die Falafel!