Die Woche: documenta 15, Walnussbruch, Streetfood Workshop „Onigiri“

Lumbung ist das indonesische Wort für die gemeinsam genutzte Reisscheune. Lumbung ist das übergeordnete Konzept für die Documenta 15, die noch bis Ende September in Kassel zu sehen ist. Lumbung und Tante Lemi haben viel miteinander zu tun, denn auch die Tante Lemi ist eine kollektive, nichtkommerzielle Form der gemeinsam gestalteten Ökonomie, eine Alternative zum zerstörerischen Kapitalismus. Lumbung lässt sich auch einordnen in das Konzept der europäischen Allmende, der Commons, der Gemeinheit: alle drei Worte bedeuten exakt das Selbe, eine auf Kooperation ausgerichtet Daseinsfürsorge. Tante Lemi ist klein, doch wir beweisen , das diese alternative Form der Ökonomie gelingt. Und wisst ihr was? Wenn wir den Lebensmittelhandel so organisieren können, dann können wir auch eine Fahrradfabrik, eine interkontinentale Eisenbahnverbindung oder ein Stahlwerk so organisieren. Dazu braucht es aber Menschen, die sich immer mehr aus den alten, zerstörerischen Zusammenhängen rausziehen und ihre Kraft in das Neue geben. Der Kapitalismus, und damit zum Beispiel die Klimakatastrophe, wird von uns Allen – mal mehr, mal weniger – jeden Tag auf das Neue mitproduziert, am Leben gehalten. Es braucht Menschen, die mutig aufhören und Neues wagen: das Neue kann nur entstehen, wenn wir unsere Zeit umschichten, weg von der lebensfeindlichen Lohnarbeitsmühle, hin zum gemeinsamen Tun.

Die Documenta 15 ist spannend und eine Reise wert, hier ein paar Impressionen von Marion (alle Bilder Marion Herrmann Gorzolka) :

Walnussbruch

Leider ist uns bei der letzten Bestellung ein Fehlerchen unterlaufen: wir haben eine Charge Walnussbruch statt Walnusshälften bestellt. Wir brauchen übrigens dringend Verstärkung bei der Warenannahme. Schreib uns doch, wenn du dir vorstellen kannst, ein paar mal pro Jahr Waren anzunehmen oder zu verräumen.

Streetfoodworkshop „Onigiri“

Onigiri ist eine Art Proleten-Sushi: ähnliche Zutaten, andere Form, sehr geiler Snack für auf die Hand, quasi ein japanisches Brötchen. Und wie macht man die Teile? Das erlernt ihr bei unserem Onigiri-Workshop. Im Rahmen des Japan Filmfest Niederrhein bekommt ihr fachkundig beigebracht, wie ihr ab jetzt eine Luxusvariante des guten, alten Pausenbrotes selber macht – und das mit rein pflanzlichen Zutaten.
Anmeldung und alle Infos hier:
https://lemuria.eineerde.org/japan-filmfest/

Jetzt Dienstag: Hans Widmer aus der Schweiz

Nach Hause kommen. Ein Konzept, wie wir der Klimakatastrophe begegnen und zugleich ökonomische und soziale Krisen lösen können.

Vor dem Vortrag stellen sich folgende Gemeinschaften/Nachbarschaften in Gründung vor:

Finde deinen Clan (Cora Herzog)
Stadtwohnen MG (Bernward Jung)
Kaninchenbau (Marina Martin)

 Mit Nach Hause kommen wird Hans Widmer uns einen konkreten Vorschlag unterbreiten, wie ein enkeltauglicher und genussvoller Lebensstil für alle Menschen gelingen kann. Widmer ist Vordenker neuer Modelle des sozialen Zusammenlebens und Ideengeber vieler visionärer Wohnprojekte in der Schweiz. Sein in 1983 erschienenes Büchlein bolo’bolo gilt als eine der wenigen sozialen Utopien für eine neue Gesellschaftsform.

Genießt eines unserer Programm-Highlights morgen, Dienstag, 11.02. im BIS-Zentrum, 19 Uhr!
Der Eintritt ist kostenlos.

Hans E. Widmer

Hans Widmer – Nach Hause kommen
Dienstag, 11. Februar, 19 Uhr im BIS – Zentrum, Bismarckstr. 97-99, 41061 Mönchengladbach

 

(Wohnprojekte) 11. Februar: Hans Widmer – Nach Hause kommen

500 Menschen. 35 qm pro Person. Autofrei und fahrradfreundlich. Zusammenleben nach Geschmack im Cluster, Großhaushalt oder Wohnjoker. Selbstganisiertes Konsumdepot. Velowerkstatt, Cafeteria, Pantoffelbar und Sauna. Obst und Gemüse von der Landbasis. Nahversorgung in Pantoffeldistanz. Und das alles in einer Nachbarschaft!

Hans E. Widmer

Am 11. Februar freuen wir uns auf den Schweizer Autor Hans Widmer und seinen Vortrag Nach Hause kommen. Ein Konzept, wie wir der Klimakatastrophe begegnen und zugleich ökonomische uns soziale Krisen lösen können. Mit Zahlen, Fakten und praktischen Erfahrungen. Mit Nach Hause kommen wird Widmer uns einen konkreten Vorschlag unterbreiten, wie ein enkeltauglicher und genussvoller Lebensstil für alle Menschen gelingen kann. Widmer ist Vordenker neuer Modelle des sozialen Zusammenlebens und Ideengeber vieler visionärer Wohnprojekte in der Schweiz. Sein in 1983 erschienenes Büchlein bolo’bolo gilt als eine der wenigen sozialen Utopien für eine neue Gesellschaftsform.

Vor dem Vortrag stellen sich folgende Gemeinschaften/Nachbarschaften in Gründung vor:

Finde deinen Clan (Cora Herzog)
Stadtwohnen MG (Bernward Jung)
Kaninchenbau (Marina Martin)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Café Clément und Transition Town Mönchengladbach.

 

Hans Widmer – Nach Hause kommen
Dienstag, 11. Februar, 19 Uhr im BIS – Zentrum, Bismarckstr. 97-99, 41061 Mönchengladbach

 

Freu: Tante LeMi in der besten Zeitung der Welt

Hin und wieder ist unser kleines Lädchen ja in der Zeitung. Meist geht es da um das Thema unverpackte Lebensmittel. Doch die Tante ist ja viel mehr als nur ein Unverpacktladen: sie ist ein selbstorganisierter Unverpacktladen, zur Gänze ehrenamtlich betrieben und auch noch gemeinnützig – sie ist eine Alternative zum herrschenden Gesellschaftssystem, welches auf Konkurrenz, Gewinnmaximierung und Tausch beruht! Eine kleine, gelebte Utopie-Halbinsel mitten in Mönchengladbach!
Statt das herrschende Gesellschaftssystem nur zur kritisieren oder von andern (Politiker*innen, Wissenschaftler*innen, Gott, Mutti) zu verlangen, eine Änderung herbei zuführen, fangen wir im Kleinen einfach selber an und nehmen die Veränderung selbst in die Hand. Das führt zu günstigen und unverpackten Bio-Lebensmittel für unsere Mitglieder und dazu, dass die großen Konzerne kein oder viel weniger Geld  von uns bekommen.Wir ersetzen so Konzerne durch Kooperation. Klingt utopisch und verwegen. Und das ist es auch…

Eine Zeitung, die sich der Utopie und der gesellschaftlichen Transformation verschrieben hat, ist die Oya. Eine Fachzeitschrift für Utopie, sozusagen. Und in der neuesten Ausgabe ist ein fetter Artikel über uns drin, in dem es eben nicht so sehr um das Thema „Unverpackt“ geht, sondern um die Tante LeMi als Gemeinheit. Darüber freuen wir uns riesig!
Hier der Link zum Artikel:

https://oya-online.de/article/read/3311-.html#

Ein fetter Dank gebührt dem Jonas, der über Wochen beharrlich an dem Artikel geschrieben hat. VIelen Dank, lieber Jonas!!!

Hier kann man übrigens mal ein kostenloses Probeheft abgreifen – und zwar von der besten Zeitung der Welt! 🙂

Den Kapitalismus überwinden: Selbstorganisation, Kooperation und Gemeinnützigkeit

Die Welt, wie wir sie kennen, gerät aus den Fugen. Der Ausnahmezustand ist bereits eingetreten:
Jeden Tag werden in Deutschland mehr als 100 Fußballfelder Bodenfläche zubetoniert. In den letzten 30 Jahren haben wir hierzulande bereits ein Viertel aller Böden verloren.
75 Prozent der Gesamtmasse aller Insekten in Deutschland sind in den letzten Jahren verschwunden, die gesamte globale Insektenmasse schrumpft pro Jahr um 2.5 Prozent. Wenn das so weiter geht, dann haben wir ein gigantisches Problem: sauberes Wasser, die Bestäubung unserer Nahrung, die Fruchtbarkeit unserer Böden steht auf dem Spiel.
2018 stieg die CO2-Emission um 2,7 Prozent an.
Der Klimawandel beschleunigt sich. Sechs der letzten zehn Jahre gehörten zu den wärmsten, seit das Wetter wissenschaftlich aufgezeichnet wird.
Die Rüstungsetats steigen und steigen.
Die Liste ließe sich lange fortsetzen.

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