14. Januar: Do-it-together-Workshop – Wir machen Badekugeln!

Lass es prickeln! Der Winter nimmt ja meist im Januar erst so richtig Fahrt auf, da ist ein sprudelndes Bad einfach wohltuend. Besonders schön ist es, wenn man weiß, was im eigenen Badezusatz alles drin steckt und kaum Verpackungsmüll anfällt. Oder? Also machen wir ihn – ganz im Sinne der Tante – doch einfach selbst! Und zwar am 14. Januar, ab 18.30 Uhr bei Tante LeMi. Einen Teil der Kugeln bringen wir in unseren eigenen Wannen zum Sprudeln, den Rest verteilen wir gegen Spende bei der Tante, um mit dem Erlös den Widerstand im Hambacher Forst zu unterstützen.

Bitte beachte, dass eine Teilnahme nur nach Anmeldung möglich ist. Für die Anmeldung nutze bitte unser Kontaktformular.

 

Do-it-together-Workshop: Badekugeln selber machen

Mo., 14. Januar 2019, ab 18.30 Uhr (bis ca. 21 Uhr)
bei Tante LeMi im Ladenlokal, Gasthausstr. 68-70

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Hans-Christian Dany: MA-1. Mode und Uniform

»Ich mag Mode. Was sollte ich anderes tun, als die Widersprüche der Gegenwart zu lieben?«

Bomberjacken, Jogginghosen, Tarnfleck. Supreme, Yeezys, Off White, Vetements – was das Rampenlicht einer Mode durchlaufen hat, verschwindet im Dunkel, wird entwertet und vergessen. Doch die Bewegungen der Mode bringen Menschen zusammen, formen Gemeinschaften, trennen sie wieder. Sie zerstören jede Ordnung und bauen sie wieder auf, sie sind schön und hässlich, kommen kapitalistisch daher, gleichzeitig spukt in ihnen der Aufstand. Und weil Mode uns so hautnah kommt, während unsere Körper in ihre Hüllen schlüpfen, erscheint die polyamouröse Affäre mit ihr wie ein andauernder Ausnahmezustand.

»MA-1« ist ein heiterer Spaziergang an den Rändern der Geschichte der gleichnamigen Bomberjacke zwischen Krieg, Subkultur und Mode: Über eine Uniformjacke, die nie endgültig von gestern ist, und über die Rolle dieser Mode ohne Ende in einer neuen Form des Krieges, einer Militarisierung des Zivilen und einer »Zivilisierung« des Militärischen. Und was passiert, wenn ein Roboter an die Stelle des Bomberpiloten getreten ist.

Samstag, 2. Februar 2019, 19:00, Köntges

https://edition-nautilus.de/programm/ma-1-mode-und-uniform/

Eine Veranstaltung des Köntges in Kooperation mit Eine Erde e.V.

08.01.2019: Friederike Habermann: Ausgetauscht! Warum gutes Leben für alle tauschlogikfrei sein muss; BIS, 19 Uhr

Die Berliner Autorin und BUKO-Aktivistin argumentiert gegen die Illusion, Marktstrukturen könnten vom Kapitalismus bereinigt und demokratisch reguliert werden als auch gegen die Annahme, es komme ausschließlich auf die Eigentumsverhältnisse bei den Produktionsmitteln an – denn äquivalenter Tausch ist immer auch Geld und erzeugt immer einen Markt.

Tausch bringt aber immer nicht nur ’strukturellen Hass‘ (durch Entfremdung, Leistungsdruck etc.) mit sich, sondern zwingt ebenso strukturell zur Vernutzung von un- und unterbezahlten Elementen wie Natur, Sorgetätigkeiten und im globalen Nord-/Süd-Verhältnis. Wobei das Einbeziehen dieser Bereiche in die Tauschlogik (z.B. durch Finanzialisierung, Lohn für Hausarbeit etc.) bekanntermaßen nicht zu einer emanzipatorischen Lösung führt, sondern den Prozess nur beschleunigt.

Ausgehend von viel diskutierten Ansätzen wie der Resonanz von Hartmut Rosa oder der Externalisierungsgesellschaft von Stephan Lessenich sieht Habermann einen analytischen Bruch, solange nicht die Aufhebung von Tausch angestrebt wird. Das ist nicht naiv, sondern konsequent weitergedacht – wie vor ihr von vor allem feministischen Denker*innen gezeigt. Dafür greift Habermann den in einer jungen Bewegung benutzten Begriff „tauschlogikfrei“ auf.


08.01.2018, BIS-Zentrum; 19:00 Uhr

Altglas war gestern – Wein zum Selbstabfüllen!

Ja, wirklich! Das Weingut Graf von Kanitz hat eigens für Tante LeMi einen Prototypen einer Weinabfüllanlage entwickelt.

Wie es dazu kam? Auf einer Weinmesse sponnen die Tante und der Graf die Idee einer Weinabfüllstation für Unverpacktläden wie Tante LeMi. In den folgenden Wochen wurde in den Gewölbekellern des Grafen getüftelt und herausgekommen ist diese erste Wein-Zapfanlage, befüllt mit 50 Litern spritzigem Bio-Riesling. Bringt also eure leeren Weinflaschen mit und zapft euch bei der Tante einen Weißwein aus dem Hause des Weingutes Graf von Kanitz. Es stehen auch leere Weinflaschen zum Kauf bereit.

Während der Fertigung

Das Weingut Graf von Kanitz ist Mitglied im Bundesverband Ökologischer Weinbau „Ecovin“ sowie im VDP – Verband Deutscher Qualitäts- und Prädikatsweingüter und betreibt seit 50 Jahren ökologischen Weinbau. „Dieses Weingut gehört zu den Besten in Deutschland“ (Der Feinschmecker 2017).

Und jetzt bei Tante LeMi

Niels Boeing – Alles auf Null

Im November ein Highlight: Der Hamburger Recht auf Stadt-Aktivist Niels Boeing, Buchautor und Autor bei Technology Review und Zeit Wissen kommt zu einer Leseperformance ins BIS.

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Ein neuer Kampf in den Städten, um die Städte ist entbrannt. In Athen, Istanbul, Rio, New York, London, Hamburg und andernorts wehren sich Menschen immer vehementer gegen die neoliberale Zurichtung der Städte.
„Alles auf Null“ fordert Niels Boeing. Der Schriftsteller, Journalist und Aktivist im Hamburger Netzwerk „Recht auf Stadt“ präsentiert in seiner Leseperformance eine „Gebrauchsanweisung für die Wirklichkeit“. Es sollen Spielräume und Kampfzonen freigelegt werden, die auf dem Weg aus dem Kapitalismus zu durchqueren sind. Dafür hat Niels ein Megaphon, eine Klingel und einen sehr dicken Ghettoblaster. All das ist bisweilen laut – und immer klug!
13.11.2018; 19:00 Uhr; BIS-Zentrum für offene Kulturarbeit

Lebensmittel für den Hambi

Ohne Mampf keinen Kampf: wir unterstützen den wichtigen Kampf gegen RWE und für den Hambi! Bereits mehr als 50 Kilo Reis, 10 Kilo Nudel und 10 Liter Öl konnten wir mit eurer Hilfe an die mutigen Aktivist*innen des Hambacher Forst liefern. Wenn ihr das weiterhin ermöglichen möchtet, dann schmeißt doch was in die grüne Hambi-Spendendose neben der LeMi-Kasse – jeder Euro zählt und wird von uns in widerständige Kalorien umgewandelt. Ab jetzt haben wir ja auch jeden Samstag geöffnet.
Danke an Lila für die tolle Idee und das Engagement!

Ulla Lenze: Five Star Slum – Leben vom Müll. (Lesung)

5. Oktober, 19.00 Uhr, Köntges, Waldhausener Straße 16, 41061 Mönchengladbach

Immer wieder besuchte die Schriftstellerin Ulla Lenze Indien. Ein Land, in der es Menschen gibt, die in und vom Müll leben. Dharavi, ein Mega-Slum im Mumbai, gilt als der größte Slum Asiens.
In „Die endlose Stadt“, Lenzes jüngstem Roman, finden sich im „schwebenden Ton einer sinnlos schönen Poesie“ (Frankfurter Rundschau) Passagen, die sich literarisch dem Thema Müll nähern.

Ulla Lenze, geboren 1973 in Mönchengladbach, studierte Musik und Philosophie in Köln und lebt als freie Schriftstellerin in Berlin. Ihr Debütroman „Schwester und Bruder“ (2003) wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ernst Willner-Preis beim Bachmannwettbewerb und dem Jürgen Ponto-Preis. Zuletzt erschienen die Romane „Der kleine Rest des Todes“ (2012) und „Die endlose Stadt“ (2015). Sie war Writer-in-Residence in Mumbai, Istanbul und Venedig. Lesereisen führten sie u.a. nach Nordafrika, Iran und Irak und auf Delegationsreise mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Neu-Delhi. Beiträge für Deutschlandradio Kultur und literarische Reisereportagen für DIE ZEIT, NZZ, FAZ und taz. Für ihr Gesamtwerk wurde sie 2016 mit dem Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft ausgezeichnet.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

Veranstaltung: Ein Plädoyer für offene Liebe – eine Einführung in die Polyamorie

20.10.2018 / 19:00 Uhr / Köntges

Mono oder Poly, freie Liebe, offene Beziehung oder Beziehungsanarchie?
Will ich so leben und lieben, wie meine Eltern es mir vorgelebt haben oder ganz anders?
Nichts fragen, nichts erfahren, nichts erzählen (Don´t ask, don´t tell) oder ein Frühstück zu dritt, sich der Eifersucht stellen und den/die andere*n kennenlernen?
„Ich finde das ja irgendwie interessant und wünsche mir mehr Freiheit. Aber ich habe auch eine Scheißangst, dir dieselbe Freiheit zuzugestehen; ich glaube, das kann ich nicht?“

Puh…viele Fragen, wichtige Fragen. Da knotet sich doch gerne mal spontan der Magen zusammen und alles wird eng. Aber irgendwie kribbelt es auch genau dort und in meinem Schoß. Die Neugier siegt und ich weiß, mein Herz muss einfach einen Weg finden, sich wahrhaftig auszudrücken.
„Verdammt, ich will meine innerste Wahrheit sprechen können und mich dabei wirkmächtig fühlen und nicht ohnmächtig und flau, wie ein kalter Teebeutel. Ich will dich lieben und dich und dich und mich auch. Und ich will, dass das okay sein darf. Und ich will dir vertrauen, anstatt an dir zu klammern und dir deine Freiheit abzuerkennen und deine Liebe zu mir in Frage zu stellen. Und was heißt überhaupt Treue in dem Kontext?“

Puh. Atmen. Du bist nicht allein damit. Und du musst es auch nicht können, besser wissen oder besser handeln können. Wenn du dich mit alternativen Liebes- und Beziehungsformen auseinandersetzt, wenn du frei, offenherzig lieben und ehrlich begehren willst, wenn du eine Sprache suchst, die dein Herz versteht. Oder wenn du einfach mal herausfinden willst, was es mit diesem Polyamorie-Ding auf sich hat. Oder wenn du herausfinden willst, warum es Sinn ergibt, sich bewusst zu entscheiden, zu wem, und wie man „Ja“ zu einem Menschen oder einer Begegnung sagt und an welche Bedingungen dieses „Ja“ geknüpft ist, dann bist du goldrichtig in unserer Mitte. Genau darüber reden wir miteinander im Köntges in Mönchengladbach. Also komm vorbei, wie du bist. Mit deinen Fragen und deinen offenen Ohren und Herzen.

Hanna Blume und Markus Schladitz werden etwas über Polyamorie und verwandte Lebens-Konzepte erzählen, sie werden über ihre eigene Lebensrealität reden und dabei kräftig und nachhaltig aus dem Nähkästchen plaudern. Und mit viel Neugier und mit einem Schmunzeln geht es liebevoll und angstfrei ans Eingemachte und du kannst endlich mal all die Fragen loswerden, die schon so lange auf der Seele brennen.

Also, wenn dich das jetzt so richtig interessiert, dass mit dieser Polyamorie, dann mach dir einen Knoten in dein Taschentuch, buch dein Zugticket nach Mönchengladbach, flick deinen Fahrradreifen, putz dich schön raus und komm rum.

Wir, das Liebes.team laden dich herzlich ein!

Love,
Hanna und Markus aka das Liebes.team

Eine Kooperationsveranstaltung von Tante LeMi und dem Polyamorie Stammtisch Mönchengladbach.

Weitere Infos auf www.liebes.team

 

Wir sind Transition Town – „Städte im Wandel“

Seit 2006 gestalten weltweit in vielen Städten und Gemeinden Transition Town-Initiativen den geplanten Übergang in eine postfossile und relokalisierte Wirtschaft. Auch Neuss und Mönchengladbach sind solche „Städte im Wandel“. Seit 2015 setzt sich gerade in Neuss eine aktive Gruppe für einen verantwortungsvollen, nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt und ein zukunftsorientertes Zusammenleben mit Gemeinschaftssinn ein – mit Aktivitäten wie Urban Gardening, Repair Cafés, Pflückgemeinschaften, Tauschbörsen, mit Upcycling Workshops, nachhaltigen Energienutzungen und vielem mehr. Klingt spannend, finden wir und freuen uns, dass sich die Initiativen Transition Town Neuss und Mönchengladbachbeim LateNight Kaffeeklatsch am 11. September vorstellen.

Komm vorbei und klön mit uns!

Vorstellung von Transition Town Neuss und Mönchengladbach
LateNight Kaffeeklatsch / Dienstag, 11. September 2018, um 19 Uhr
im BIS, Bismarckstraße 97-99