Think global, act local – Regionale Komplementär-Währungen

Es gibt viele Ansätze des alternativen Wirtschaftens, die einen fairen Handel gewährleisten sollen. Das Konzept der Regionalwährung hat unter ihnen die längste Tradition und die meisten real existierenden Beispiele. An diesen können wir uns gut orientieren, denn getreu dem Motto „Think global, act local“ sind es diese sozialen Experimente die seit Jahrzehnten best practices erarbeiten, wie soziales Handeln auf ökonomischer Ebene funktionieren kann.

Vortrag von Philipp Turowski.

Eintritt frei.

12. Juni 2018; 19:00 Uhr
BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit
Bismarckstraße 97–99
41061 Mönchengladbach

 

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Produktion und Abfall – Anthropologische Konstanten?

Vortrag von Dr. Horst Dieter Rauh (Aachen)

Alle menschliche Produktion erzeugt Abfall – seit der Prähistorie bis heute. Keine Kultur ohne Abfall. Der Mensch ist als Macher geschaffen, weil er von Hause aus ein Mängelwesen ist. Um sich zu behaupten, ist er genötigt, Strategien des Überlebens zu entwickeln, Natur und Umwelt zu beherrschen. Das eigentliche Mittel dazu sind Wissenschaft und Technik. Sie sind gegenwärtig imstande, in die Natur und den Menschen grundlegend einzugreifen. All diese Prozesse erzeugen unweigerlich Abfall (wozu auch Verpackung gehört): sein Wachstum wird sichtlich zu einem globalen Problem. Wir sind dabei, eine „Kultur der Deponien“ zu errichten. Hier ist Zivilisationskritik gefragt: ihr Blick hat sich auf echte und falsche Bedürfnisse zu richten, auf Strategien der Produktionskontrolle, auf die Verantwortung von Politik und Ökonomie – und auf die Möglichkeiten einer neuen Ethik.
Referent ist der Aachener Historiker und Philosoph Dr. Horst Dieter Rauh.

Kurzvita
Geboren 1940 in Rostock; Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg; 1969 Promotion zum Dr. phil. bei dem Historiker Arno Borst (Konstanz) mit einer Arbeit zur mittelalterlichen Geschichtsphilosophie. Von 1971 bis 2005 Dozent an der Bischöflichen Akademie Aachen, Leiter des Fachbereichs Kultur und Ausstellungsmacher. Lebt als freier Autor in Aachen. Publikationen zur Naturästhetik, Literatur und Philosophie. Zuletzt: Bürgerliche Trauer. Eros und Tod im 19. Jahrhundert (Berlin 2014); Wittgensteins Mystik der Grenze (Berlin 2014). In Vorbereitung: Vögel des Himmels. Gleichnis und Metamorphose.

Eintritt frei.

10. Juli 2018; 19:00 Uhr
BIS – Zentrum für offene Kulturarbeit
Bismarckstraße 97–99
41061 Mönchengladbach

Elektromobilität für Alle – Stadtbahn MG

Mönchengladbach ist die drittgrößte deutsche Großstadt ohne leistungsfähigen, schienengebundenen Nahverkehr. Das traurige Ergebnis: 62 Prozent aller Wege werden mit dem Auto zurückgelegt. Ein besorgniserregender Spitzenwert in Deutschland.
Wie bekommen wir die sanfte, sozial verträgliche und platzsparende Elektromobilität für Alle wieder nach Mönchengladbach? Hat der Neubau eines modernen Schienenverkehrs die Chance, Symbol des Aufbruchs einer sich wandelnden Stadt zu werden?
Dazu wollen wir uns im schönen Köntges erste Gedanken machen.

Veranstaltung, Mittwoch, 13.06.2018, 19:00 Uhr, Köntges, Waldhausener Str. 16, 41061 Mönchengladbach

PD Dr. Markus Wirtz: „200 Jahre: Karl Marx und die unvollendbare Dynamik der kapitalistischen Revolution“

Vortrag: Samstag, 05. Mai 2018, 19 – 21 Uhr, BIS

Die Stimmen, welche die Philosophie von Karl Marx nach dem Ende des Ost-West-Konflikts vorschnell für tot erklärt hatten, sind längst verstummt. Sätze wie der folgende aus Marx‘ monumentalem Hauptwerk Das Kapital haben auch 150 Jahre nach ihrer Niederschrift nichts von ihrer Aktualität verloren: „Die Kreisläufe der individuellen Kapitalien verschlingen sich (…) in einander, setzen einander voraus und bedingen einander und bilden grade in dieser Verschlingung die Bewegung des gesellschaftlichen Gesamtkapitals.“ (MEGA Bd. 11, Berlin 2008, S. 342.)

Spätestens die Finanzkrise vor 10 Jahren hat vor Augen geführt, dass wir in einer Zeit des entfesselten globalen Kapitalismus leben, dessen Eruptionen die kühnsten Voraussagen der marxistischen Theoretiker noch übertreffen. Der 200. Geburtstag von Karl Marx lädt dazu ein, uns mit dem Dilemma zu konfrontieren, in dem wir uns als werktätige Insassen der kapitalistischen Blindflugrakete befinden: Es gibt bis heute keine bessere Analyse des Kapitalismus als die von Marx vorgelegte, aber zugleich war Marx – bei aller analytischen Brillanz und geschichtsphilosophischen Prognosekompetenz – ganz ein Kind seiner Zeit, der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts. Den revolutionären Schub, den der Kapitalismus durch die Digitalisierung erhalten hat, konnte Marx beim besten Willen nicht vorhersehen. Daher gilt es heute, eine Relektüre der Marxschen Philosophie vorzunehmen, die deren kontextbedingte Grenzen berücksichtigt, vor allem aber die von Marx analysierte Umwälzung der Lebensverhältnisse auf die revolutionäre Dynamik des Kapitalismus selbst bezieht. Denn erst in seiner Unvollendbarkeit ist dieser wahrhaft vollendet.

Eintritt: frei

Marzipan fix selbst gemacht

Marzipan in der Plastikpelle? Das muss nicht sein! Aus drei Zutaten lässt sich die wunderbar duftende Süßigkeit ganz einfach selbst herstellen: Mandeln, Zucker und Rosenwasser. Drei im Übrigen über lange Zeit sehr kostbare Zutaten. So war Marzipan früher ausschließlich den Königen und Adligen vorbehalten. Im 15./16. Jahrhundert wurde Marzipan dann sogar in Apotheken geführt, denn die süße Masse galt als verdauungsfördernd, stärkend und sogar potenzsteigernd. Erst als Zucker nicht nur aus Zuckerrohr sondern auch aus Rüben hergestellt werden konnte, wurde Marzipan für die breite Masse erschwinglich.

In wenigen Minuten kannst auch du dein eigenes Marzipan herstellen – verpackungsarm und garantiert frei von Zusatzstoffen, Konservierungsstoffen oder Aromen. Die Masse lässt sich prima weiterverarbeiten zu Marzipankartoffeln, Pralinen, Gebäck oder Kuchendeko.

 

Und so geht’s – für 200 Gramm Marzipanmasse brauchst du:

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100 Gramm blanchierte Mandeln *
80 Gramm Puderzucker
Rosenwasser nach Belieben

Die Mandeln sehr fein mahlen. Das gelingt laut anderer Rezepte am besten mit einem sogenannten Food Processor. Den hatte Tante LeMi natürlich nicht im Haus. Am besten bereitet ihr die doppelte Menge Marzipan zu, dann lassen sich die Mandeln auch prima in einem leistungsstarken Mixer fein mahlen.

Die gemahlenen Mandeln mit Puderzucker und Rosenwasser in einer Schüssel gut verkneten. Das Rosenwasser gibt der Masse ein schönes Aroma und lässt sie herrlich duften. Entscheide du, wie stark du das Marzipan mit dem Rosenwasser aromatisieren möchtest. Das Marzipan im Kühlschrank aufbewahren und schnell verarbeiten.

 

Los geht’s!

*im Tante LeMi-Sortiment

Von den Anfängen der Bio-Bewegung – Vortrag jetzt Dienstag 10. April

Am 10. April freut sich der LateNight Kaffeeklatsch auf einen Vortrag mit Lutz Größel. Seit 1982 im Bioladen der Familie Größel aktiv, stieg er im Jahr 1994 in das Familienunternehmen Naturata ein. Heute ist Lutz Größel Inhaber der Naturata Lutz Größel KG und Geschäftsführender Gesellschafter der Naturata GmbH. Sein Interesse gilt Themen wie assoziativem Wirtschaften, sozialem Miteinander und Eigentumsfragen.

Für uns wird Lutz Größel aus dem Nähkästchen der Bio-Szene plaudern. Wie hat sich die Bio-Bewegung seit ihren Anfängen in den 70er Jahren entwickelt? Die Aktivitäten von Tante LeMi sieht Lutz Größel aus Perspektive eines Händlers kritisch und fragt sich: An welcher Stelle der Gesellschaft ist ehrenamtliches Engagement richtig und wichtig und wo könnten die Grenzen liegen? Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion.

 

„Von den Anfängen der Bio-Bewegung“, Vortrag mit Lutz Größel
Di. 10. April 2018, 19 Uhr beim LateNight Kaffeeklatsch
BIS, Zentrum für offene Kulturarbeit, Bismarckstr. 97-99
Eintritt kostenfrei

Das Kakaobarometer fällt – Preise unter der Armutsgrenze

62 Prozent der Deutschen verschenken an Ostern am liebsten Schokolade. Und so spült die Süßwaren- und Schokoladenindustrie wohl auch in diesem Jahr wieder rund 200 Millionen Schokohasen auf den Markt. Aber nicht nur hierzulande ist Schokolade eine der beliebtesten Süßigkeiten: Ihr Absatz liegt in Europa mit 50 Prozent Anteil am Weltmarkt am höchsten. Im europäischen Vergleich ist Deutschland Spitzenreiter. Knapp 10 Kilogramm der beliebten Süßigkeit vertilgen wir jedes Jahr und investieren dabei durchschnittlich nur 42 Cent pro 100 Gramm Schokoladenerzeugnis. Schokolade zu Dumpingpreisen – wie ist das möglich?

Kampagnen wie Make Chocolate Fair! erzählen „Die bittere Wahrheit über Schokolade“: 70 Prozent des Kakaos wird in den westafrikanischen Ländern Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria und Kamerun angebaut, darunter zu 90% in Kleinstbetrieben mit 2-5 Hektar Land. Für die meisten Bauern in Westafrika ist der Kakaoanbau die einzige und wichtigste Einnahmequelle.

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© INKOTA, Make Chocolate Fair

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Vegane Mayo – so einfach geht’s!

Ob ganz klassisch zu Fritten, zum Burger, als Remoulade zur Ofenkartoffel oder lecker aufs Brot – diese selbstgemachte Mayonnaise von Tante LeMi ist immer ein Gedicht! Sie ist eine ausgesprochen leckere, einfache, günstige und verpackungsarme Alternative zum Supermarktprodukt. Zudem ist sie ein reines Naturprodukt, denn sie kommt ganz ohne Zusatzstoffe aus.

Viele vegane Rezepturen setzen auf den Zusatz von Verdickungsmitteln wie Guarkernmehl oder Johannesbrotkernmehl. Für eine gute Konsistenz braucht es diesen Firlefanz nicht. Die selbstgemachte Mayo der Tante besteht einzig aus Sonnenblumenöl, Sojamilch, Essig und Senf. Die Sojamilch dient als tierfreier Eigelb-Ersatz. Ihr Lecithin wirkt als Emulgator, der dem Öl zu seiner wunderbar cremig-festen Konsistenz verhilft.

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Hier eine Variante mit getrockneten Tomaten

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Rainer Mausfeld in Mönchengladbach

Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld

Neoliberale Demokratie: Subventionsstaat für die Reichen – Repressionsstaat für den Rest

 

Der Sozialstaat wird systematisch zerschlagen, die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Demokratische Substanz wird in immer schnellerem Tempo zerstört. Der neoliberale Extremismus erklärt sich zur alternativlosen „Mitte“ und entzieht sich einer Abwählbarkeit. Zugleich wird der Überwachungs- und Repressionsstaat massiv ausgebaut. All dies vollzieht sich in einer Weise, die für die Bevölkerung nahezu unsichtbar ist.

Beginn: 17.02.2017 19:00
Ort: Gymnasium am Geroweiher, Balderichstraße 8, 41061 Mönchengladbach
Eintritt: 8 Euro, SchülerInnen freier Eintritt
Kartenvorbestellung unter: mausfeld.vortrag1702[at]t-online.de
Infos: Dr. Günter Rexilius, Tel. 0172-2449356
Flyer (PDF)

 

Hauptsache Bio und unverpackt, egal woher?

Unser Ernährungsstil ist neben Wohnen und Mobilität der Bereich, der sich am stärksten auf unsere Klimabilanz auswirkt. Denn was bei uns täglich auf den Teller kommt, hat weit reichende Effekte auf die Umwelt, das Klima, den Wasser- und Landverbrauch sowie die Welternährungslage. Doch wie sieht ein nachhaltiger Ernährungsstil aus, der Verantortung – auch für die kommenden Generationen – übernimmt?

Alle Tante LeMi-Produkte sind unverpackt, bio und vegan. Das ist großartig, denn damit haben wir schon drei große Einflussfaktoren auf unserer Seite. Doch die Tante möchte mehr! Sie möchte ihr Sortiment noch nachhaltiger und fairer gestalten. Doch an alle Gourmets: Der Genuss wird nicht zu kurz kommen.

Was heißt das nun?

Lebensmittel, die in Deutschland angebaut werden, werden wir auch aus Deutschland beziehen. Herzlich willkomen in unserem Sortiment sind auch Produkte, die innerhalb Europas angebaut werden.

Ein wenig Luxus muss sein, meint die Tante. Und da wollen wir ihr nicht widersprechen, deshalb bleiben Kaffee, Schokolade, Kokoschips und Globetrotter-Gewürze weiter im Sortiment – doch fair müssen die Produkte sein.

Wir werden nun nach und nach unser Sortiment umstellen. Freut euch mit uns auf neue kulinarische Entdeckungen.