Die Solidarische Landwirtschaft wächst – Solawi Neuenhoven sucht 40 neue Mitglieder

von Lars Lange

Die Solawi Neuenhofen ist wie die Tante LeMi ein Aushängeschild der Solidarischen Ökonomie für Mönchengladbach und die perfekte Ergänzung für unsere Mitglieder. Liefert euch Tante LeMi gemeinnützig trockene Lebensmittel und Hygiene-Artikel, kann euch die Solawi Neuenhofen gemeinnützig mit frischem Gemüse versorgen.

Landwirtschaft heißt normalerweise, dass ein Bauer für anonyme Konsumenten landwirtschaftliche Produkte anbaut. Die Solawi-Bewegung funktioniert ganz anders: Hier bestimmt ein gemeinnütziger Verein selbst die Produkte, baut selbst mit an – bei Solidarischer Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen Wirtschaftskreislauf, der von den Mitgliedern mit organisiert und finanziert wird. Das Konzept ist , wie die Tante LeMi, Teil der Solidarischen-Ökonomie-Bewegung. Die Solidarische Ökonomie basiert – anders als etwa die schleimigen und kapitalistischen Konzepte von „Gemeinwohlökonomie“ nach Felber oder dem „Social Business“ – nicht auf Profitmaximierung für einzelne Menschen, sondern auf der Schaffung von Gemeingütern und einem solidarischen Austausch zwischen gleichberechtigten Menschen und ist zudem nicht profitorientiert.

Die Solidarische Landwirtschaft – ein Konzept, das auch in Mönchengladbach offenbar gut ankommt: Erst vor drei Jahren gegründet, sucht der gemeinnützige Verein „Solidarische Landwirtschaft Neuenhoven“ jetzt 40 neue Mitglieder.

Betreutes mitackern – bei der Solawi wird Mithilfe gerne gesehen.

Die Solidarische Landwirtschaft ist Teil der weltweiten CSA-Bewegung (Community Supported Agriculture) und setzt sich für den Erhalt kleinbäuerlicher Landwirtschaft und Ernährungssouveranität ein. Sie ist in den letzten Jahren stark gewachsen und ist in über 40 Ländern der Welt aktiv. Allein in Deutschland sind es über 280 Initiativen, die dem Netzwerk „Solidarische Landwirtschaft“ angehören.

In Mönchengladbach teilen sich zurzeit 90 Mitglieder 48 Ernte-Anteile. Die Aufteilung geht denkbar simpel: Die ganze Ernte wird einfach durch die Anzahl der Ernteanteile geteilt. Ein ganzer Anteil kostet 80 Euro im Monat, ein Halber 45 Euro.
In fünf Depots kann die Ernte abgeholt werden: in Mönchengladbach-Mitte, Windberg, Viersen, Eicken bei Schwalmtal und natürlich in Neuenhoven, auf dem Biohof Essers. Da befindet sich nämlich der Solawi-Acker. Und dort heißt es jeden Freitag „Ab auf den Acker“ zur Ernte des Gemüses, im Winter zwei-wöchig. Hier werden aus Konsumenten sogenannte Prosumenten: „Jeder kann bei der Arbeit mithelfen, das senkt die Preise, denn dadurch ist weniger bezahlte Lohnarbeit nötig. Eine Verpflichtung dazu besteht aber nicht“, erklärt die hauptamtliche Solawi-Gärtnerin Merle Gruden.

Gärtnerin Merle erklärt Mitgliedern die Geheimnisse des Gemüseanbaus.

Georg Weber, Solawi Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied ist von dem Konzept begeistert: „Durch die kurzen Wege zu den Abhol-Depots entstehen sehr geringe Kosten und CO² Emissionen. Es fällt kein Verpackungsmüll an, Gemüse und Salat sind biologisch, frisch und regional“.

Leider müssen Infoveranstaltungen wegen der Corona-Krise ausfallen, auch Auslagestellen für Flyer sind jetzt geschlossen. Deshalb ist die Werbung für neue Mitglieder gerade nur eingeschränkt möglich.

Du hast Lust auf frisches Gemüse vom heimischen Acker?
Dann melde dich doch unter gaertnerin@solawi-neuenhoven.de oder unter 0177-1474319 direkt bei Merle, auch für Fragen ist Merle gerne für dich da.

Du kennst jemand, für den die Solawi spannend sein könnte?
Dann schick ihm doch den Link zu diesem Artikel. Oder teile das gerne auf den Kanälen, die du bespielst – die Solawi freut sich riesig über deine Unterstützung!

Alle Infos auch hier:
http://solawi-neuenhoven.de/

 

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