Umweltfreundliche Weihnachten

B – wie Baum

Rund 30 Millionen Weihnachtsbäume schmücken in der Weihnachtszeit deutsche Wohnzimmer. Doch rund 80% der Bäume sind längst nicht so grün, wie sie aussehen: Umweltschädlicher Spezialdünger lässt die Nadeln tiefgrün und glänzend leuchten, Pestizide sollen Insekten fernhalten und Unkrautvernichtungsmittel einen geraden und hohen Wuchs fördern. Beim langen Transport der Bäume wird zudem reichlich klimaschädliches CO2 produziert.

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Die bessere Wahl: 

  • Wer auf keinen Fall auf das weihnachtliche Gewächs verzichten will, sollte sich für einen Baum aus ökologischem Anbau entscheiden. Bäume mit Naturland-Siegel, Bioland-Siegel oder FSC-Siegel (Forest Stewardship Council) sind eine gute Alternative. Ökologische Bäume in Mönchengladbach findet ihr zum Beispiel bei Reiner L. Brungs. Eine Liste von Verkaufsstellen gibt es bei Robin Wood: http://www.robinwood.de/wo-kaufen.406.0.html
  • Auch Bäume aus regionaler Forstwirtschaft, die ohnehin bei der Waldpflege gefällt wurden, sind eine Alternative. Ansprechpartner ist hier der örtliche Förster.

 

D – wie Deko

In einem umweltfreundlichen Baum haben Lametta und beschichtete Christbaumkugeln nichts zu suchen. Noch immer enthalten sie teilweise giftiges Blei, erkennbar am Gewicht und an der Bezeichnung Stanniol. Umweltfreundlich ist Lametta aus anderen Materialien wie PVC aber noch lange nicht. Auch Schnee- und Glitzersprays gilt es unbedingt zu vermeiden, denn eine Kompostierung des Baumes ist dann nicht mehr möglich.

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Die bessere Wahl:

  • Alles, was aus der Natur kommt: Stroh – oder Holzschmuck, Kastanien, Nüsse, getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen oder Stoffbänder, die wiederverwertet werden können. Schmuck aus Äpfeln, Nüssen und Plätzchen können anschließend rückstandsfrei vom Baum verspeist werden. Und selbstredend: Weihnachtsschmuck aufbewahren und jedes Jahr wiederverwenden.
  • Wer eine Lichterkette benutzt, sollte zur energiesparenden LED-Variante greifen. Im Freien eignet sich eine Zeitschaltuhr besonders gut, die der Lichterkette nachts den Saft abdreht. Denn die beste Weihnachtsbeleuchtung – drinnen wie draußen – bringt nichts, wenn sie keiner sieht.

 

K – wie Kerzen

Paraffin-Kerzen aus dem Klimakiller Erdöl und Stearin-Kerzen, meist aus Palmöl sind per se nicht nachhaltig. Vorsicht: Stearin-Kerzen ohne Kennzeichnung bestehen in der Regel aus Palmöl, für das riesige Flächen Regenwald abgeholzt werden. Kerzen aus Bienenwachs sind insbesondere für Veganer keine Alternative. Denn für 1 kg reines Wachs braucht es 1,2 Millionen kleiner Wachsplättchen, die von Bienen in dieser Form ausgeschwitzt werden. Das entspricht der Jahresproduktion eines Bienenvolkes!

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Die bessere Wahl:

  • Echte Kerzen am Baum oder auf dem Adventskranz sind am besten aus natürlichem Material und nachwachsenden Rohstoffen. Kerzen aus Sojawachs (gentechnikfrei), Raps (gentechnikfrei), nachwachsender Biomasse oder Sonnenblumenöl sind eine umweltfreundliche Alternative.
  • Oder die klimafreundlichste Methode: Kerzen selbst gießen aus Wachsresten. Eine Anleitung findet ihr unter: https://utopia.de/ratgeber/kerzen-selbst-machen/

 

Weiter geht es in Kürze mit: P – wie Präsente, V – wie Verpackung, W – wie Weihnachtsgans.

 

Zum Nach- und Weiterlesen:
http://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/5894-rtkl-gruene-weihnachten-umweltfreundlich-feiern
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/feste-feiern/weihnachten/weihnachten.html
https://utopia.de/ratgeber/einkaufsratgeber-kerzen/

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