„Energetische Verwertung“

Wird eigentlich alles, was in der gelben Tonne landet recycelt?

Längst nicht! Zwar brüsten sich städtische Müllgesellschaften, wie die der Stadt Köln, mit einer Wiederverwertungsquote für Kunststoffe von 99%. Der Teufel aber steckt im Detail: Nur ca. 42% des Kunststoffs werden tatsächlich recycelt, 57% werden – um es euphemistisch auszudrücken –  „energetisch verwertet“. Also verbrannt!

Zwar schreibt die Europäische Union vor, dass Recycling immer Vorrang vor der Verbrennung haben sollte, in Deutschland nimmt die Müllverbrennung aber sogar zu. Warum ist das so?

Zwischen Müllverbrennern und Recycling-Betrieben tobt ein harter Wettkampf um den Plastik-Müll. Weil das Verbrennen die kostengünstigere Variante ist, gewinnen meist die Müllverbrenner. Nur wenige Entsorger investieren in die teure Sortiertechnik, die es braucht, um unterschiedliche Plastikmaterialtypen wie Zahnpastatuben, Chipstüten und Einweg-Flaschen vorab zu trennen. Hinzu kommt: Die für den Sekundär-Rohstoff aus Plastikmüll zu erzielenden Preise liegen niedriger als die für Original-Rohstoff. Klar, welche Wahl die Kunststoff-Industrie unter diesen Umständen trifft.

Andreas Freund von der AVG Köln findet Müllverbrennung jedenfalls prima: „Wir erzeugen mit dem Abfall Energie, da leiste ich meinen Beitrag zum Ressourcenschutz“. Besten Dank für Ihr Engagement, Herr Freund!

Quelle:
http://www1.wdr.de/wissen/kunststoffmuell-recycling-100.html
Zum Weiterlesen:
http://www.gesund-am-stienitzsee.de/wp-content/uploads/Greenpeace_muellverbrennung_Risks-1.pdf

Ihr wollt wissen, welche Umweltgefahren von der Müllverbrennung tatsächlich ausgehen? Dann schaut in Kürze auf unseren Blog. Vor kurzem besichtigte Tante LeMi nämlich die MVA Krefeld – Beitrag folgt!

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